Rübeland (bfa) l Einer der zuletzt acht Grottenolme ist tot. Mitarbeiter des Tourismusbetriebes fanden das Tier verletzt vor. Ein Bein musste amputiert werden, doch der Olm verendete.

Die Ursache gilt als unklar. Vermutet werden Revierkämpfe der urtümlichen Tiere untereinander, worauf Verletzungen hindeuten, hieß es im Höhlenbetrieb. Das tote Tier wurde auf Eis gelegt und soll von Experten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg untersucht werden. Die nunmehr sieben Grottenolme gelten als einzigartig in Deutschland.

Der Verlust des Tieres trifft den Höhlenbetrieb mitten in einer Werbe-Offensive. Gerade war als wissenschaftliche Sensation entdeckt worden, dass unter den Rübeländer Grottenolmen Weibchen mit Eiern sind (Volksstimme berichtete), was Hoffnungen auf Nachwuchs nährt.

"Viele wissen gar nicht, welche Schätze wir hier bei uns haben und wie besuchenswert gerade auch die Hermannshöhle ist", so Tourismusbetriebschef Thomas Schult. Er verweist auf die ebenfalls einzigartige Kristallkammer und das Höhlenbärenskelett sowie auf eine nagelneue Brücke aus Edelstahl für die Höhlenbesucher. Die alte Betonkonstruktion aus den 1950er Jahren war bröcklig und vom Landesamt für Geologie und Bergwesen beanstandet worden. Rund 10 000 Euro wurden investiert, so dass die Besucher wieder sicher durch die Zauberwelt der Steine untertage laufen können.

"Um unsere Neuigkeiten den Oberharzer Einwohnern näher zu bringen, haben die Betriebsleitung und der Betriebsausschuss des Tourismusbetriebes beschlossen", so Schult, "allen Einwohnern und touristischen Gastgebern der Stadt Oberharz am Brocken gegen Vorlage des Personalausweises o. ä., pauschal 50 Prozent Sonderrabatt auf die Eintrittspreise einzuräumen." Die Regelung tritt am morgigen Sonnabend in Kraft und gilt bis 31. März.

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