Wernigerode l Wenn Horst Sander an den Juli vergangenen Jahres zurückdenkt, dann leuchten seine Augen. "Es war ein tolles Fest", sagt der 78-Jährige über den Sachsen-Anhalt-Tag in seiner Heimatstadt. Der Wernigeröder hat praktisch alles, was über das Großereignis geschrieben wurde, gesammelt - Artikel aus der Volksstimme und anderen Veröffentlichungen, Texte aus dem städtischen Amtsblatt, Auszüge aus dem Programm.

Hinzugefügt hat er viele eigene Fotos und Erinnerungsstücke und all dies liebevoll zu einem Album gestaltet, das von den ersten Planungen bis zum finalen Festumzug ein umfassendes Bild vom Landesfest in der bunten Stadt am Harz bietet. Lange vor dem Fest hat er bereits damit angefangen, Zeitungsartikel auszuschneiden. Im Nachgang war er ebenfalls Monate damit beschäftigt, Bilder zu sichten und zu sortieren. Im November hat er seinen Ordner fertiggestellt. "Ich wollte eine Erinnerung an das Fest haben, welche ich auch für meine Stadtführungen nutzen kann", erklärt Sander, der Mitglied der Stadtführergilde ist und Gästen seine Heimatstadt zeigt. Besonders gut haben ihm beim Bummel während des Sachsen-Anhalt-Tags die Regionaldörfer gefallen. "Da gab es so viel zu sehen, das konnte man gar nicht schaffen", sagt er rückblickend. Auch vom Festumzug hat er zahlreiche Fotos geschossen. Bei einem Bekannten konnte er das bunte Treiben vom Fenster aus verfolgen. "Das einzige, was mir noch fehlt, ist ein Bild vom Holzbackofen in der Krellschen Schmiede", sagt Sander mit einem Lächeln.