Mit der nicht alltäglichen kompletten Wiederwahl der Vereinsführung, einer langen Bilanz und vier Neuaufnahmen ist Benneckensteins Harzklub-Zweigveren ins neue Wanderjahr gestartet.

Benneckenstein (jko/bfa) l Der alte Vorstand des Harzklubs in der Stadt an der Rappbodequelle ist auch der neue. Komplett wählten die Vertreter der aktuell 103 Vereinsmitglieder ihren langjährigen Vorsitzenden Norbert Müller und den Vorstand wieder ins Amt.

Dazu gehören neben dem Chef auch Anneliese Gottstein, Karin Hartung, Christel Liebetruth, Inge Ananias, Horst Miska, Volker Örlecke und Frank Weiner. Sie wurden zur Jahreshauptversammlung mit Beifall bedacht. Ebenso die vier Neuaufnahmen: Nicole Auerbach (Chemnitz), Dieter Wenkel (Nordhausen) sowie Heidelinde Müller und Klaus König aus Benneckenstein.

Die Hauptversammlung würdigte neben der Wahl zugleich auch ein Jubiläum. Denn der Harzklub Benneckenstein besteht am 26. April 2015 genau 25 Jahre, und Gründungsmitglieder sind heute noch aktiv. Dafür wurden Heinz Gottstein, Jürgen Kohlrausch, Inge Ananias, Ludwig Jahn, Frank Weiner, Anneliese Gottstein und Christel Liebetruth feierlich geehrt. Sie trugen mit zur langen Bilanz über die Arbeit im vergangenen Jahr bei, die Norbert Müller vortrug.

Er verwies auf etliche Fachtagungen und das Pflanzen eines Baumes ebenso wie auf die Herausgabe der 3. Auflage der Geschichte der Finkerei im Harz, "Buchfink und Mensch".

Die Wandergruppe "Wanderschuh 1993" um Horst Miska ging letztes Jahr 56 Mal auf Tour und führte 805 Teilnehmer durch schöne Gegenden des Harzes. Die Seniorenwandergruppe um Klaus König absolvierte insgesamt 13 Wanderungen und Grillnachmittage.

Lob gab es für den rührigen Verein zur Hauptversammlung sowohl von Benneckensteins Bürgermeister Hans-Herbert Schulteß (CDU) und von Gerd Borchert, Chef des Zweigvereins Elbingerode und Stellvertretender Vorsitzender des Gesamt-Harzklubs. Die Mitstreiter aus Benneckenstein gehörten mit zu den starken Aktivposten in der großen Harzklub-Familie, hieß es.

Auch die Zusammenarbeit des Zweigvereins mit dem Tourismusbetrieb Oberharz, speziell vor Ort mit Sabine Aschenbach aus Trautenstein, schätzte Müller als gut ein. Gemeldete Mängel an den Wegen seien abgearbeitet worden. Leider sei aber 2014 wenig für die Pflege der Biotope am Harzer Grenzweg getan worden, so Müller. Die Arbeitsförderungsgesellschaft Harz habe aber ihren Einsatz dieses Jahr zugesagt.

Die Vereinsmitgleider selbst haben in zig Arbeitseinsätzen den Baurat-Schmidt-Garten hergerichtet, die "Familienbank" am Nettesheimweg erneuert, die "Dr. Lutz-Wille-Bank" gestrichen, mehrfach Rasen gemäht und, und, und ... "Für diese Leistungen bedanke ich mich bei allen Mitgliedern ganz herzlich!", sagte Müller und hob bei seinem Dank die Trachtengruppe um Anneliese Gottstein besonders hervor.

Deren 18 Mitglieder leisteten mit Gesang sowie Flöten-, Mandoline-, Gitarren- und Akkordeonspiel eine hervorragende Brauchtumspflege, so Müller. Die Trachtengruppe besteht seit 91 Jahren und gilt als dienstälteste im Harz. Sie ist bereits auf drei Folklore-DVDs zu erleben und machte bei der Verleihung der staatlichen Anerkennung als Erholungsort für die Stadt Oberharz soviel Eindruck, dass Wirtschaftsminister Klaus Möllring (CDU) prompt eine Zugabe forderte. Er bekam sie.

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