Halberstadt l Es sind nur noch wenige Tage: Dann richtet der Kreissportbund (KSB) Harz im Freizeit- und Sportzentrum Halberstadt (FSZ) eine seiner wichtigsten Veranstaltungen im Jahr aus. Am Sonnabend, 28. März, um 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) steigt der 3. Vereins- und Sportlerball (siehe auch Seite 19). Die Schirmherrschaft dafür haben Landrat Martin Skiebe (CDU) und Halberstadts Oberbürgermeister Andreas Henke (Linke) übernommen.

"Das ist kein Ereignis wie eine Ergebnismeldung vom Fußball", sagt Henning Rühe. Der Präsident des KSB sieht in der feierlichen Ehrung der aktiven Erwachsenen durchaus auch eine immense politische Bedeutung. Rühe: "Wir haben etwa 35 000 Mitglieder in 410 Vereinen mit 38 Sportarten." Schon allein deshalb gebe es eine gemeinsame Verantwortung, den Ball in der Kreisstadt zu einem Erfolg werden zu lassen. Der Präsident: "Er wird so gut, wie man ihn nach außen hin verkauft."

Der Halberstädter unterstreicht im Gespräch mit der Volksstimme zudem, wie wertvoll die engen Kontakte zu den Partnern der Vereinigung sind. Dazu zählten unter anderem die Kreisverwaltung, die Harzsparkasse, die Harz AG und die Kommunale Beschäftigungsagentur (KoBa).

Dass die Aktivitäten des Kreissportbundes weitaus mehr umfassen als Auszeichnungen zu organisieren, betont Jörg Augustin. So werde es am Donnerstag, 9. April, um 17 Uhr in der Hasseröder Brauerei eine Gesprächsrunde zur Arbeitsmarktpolitik geben. Als Gäste würden dazu Anja Naumann, Staatssekretärin im sachsen-anhaltischen Sozialministerium (CDU) und Lutz Manja, Regionaldirektor der Agentur für Arbeit, erwartet.

Der Geschäftsführer des Kreissportbundes gibt einen Überblick, welche Veranstaltungen 2015 noch ausgerichtet werden. Da wäre zum Beispiel das 20. Harzer Seniorensportfest am Sonnabend, 20. Juni, ab 10 Uhr im Blankenburger Sportforum. Oder ein Frauensportaktionstag, der für Sonnabend, 5. September, im FSZ Halberstadt geplant ist.

Einen besonderen Höhepunkt verspricht Thomas Trautmann. Wie der KSB-Vize-Geschäftsführer berichtet, wird vom 24. bis zum 26. April erneut "the hARz" ausgetragen, das größte Abenteuerrennen Deutschlands. 260 Kilometer Radeln, Laufen, Paddeln in 38 Stunden ohne Schlaf. Trautmann: "Ich rechne mit 15 Nationen, darunter Starter aus den USA, Brasilien und Neuseeland."

Bei allem Engagement, das bis hin zu Projekttagen in Schulen reicht, plagen die Initiatoren allerdings auch Sorgen. Augustin: "Eines der größten Hindernisse ist die Entwicklung der Sportstätten." Durch die Aufgabe von Schulstandorten würden Anlagen verloren gehen. Rühe untermauert dies mit zwei Beispielen. So solle in Hedersleben der Platz aufgegeben werden, weil fast keine Mannschaft mehr existiert. In Stiege spiele nur noch ein Alt-Herren-Team "ab und zu".

Ein weiteres Problem sei nach den Worten des Präsidenten die Niedrigzinsphase. Dadurch werde es mit dem Sponsoring immer komplizierter. Verdruss bereite zudem mangelnde Unterstützung durch das Landes-Kultusministerium und, so Rühe, "dass wir personell hauptamtlich so eng aufgestellt sind".

Trotz aller Ärgernisse überwiegt die Vorfreude auf den Sportlerball. Die Vorbereitungen würden auf Hochtouren laufen, versichert Derk Bartel. Der FSZ-Chef: "Es gibt viele positive Sachen, aber auch Dinge, die wir verbessern wollen." So werde unter anderem eine "attraktive Tombola" angeboten.

Henning Rühe sagt: "Das ist eine Veranstaltung, wo sich Gleichgesinnte treffen. Das hat man selten." Geschäftsführer Jörg Augustin betont: "Wir freuen uns drauf."

Kartenvorverkauf im FSZ, Gebrüder-Rehse-Straße 12, Telefon (0 39 41) 68 78 50, und beim KreisSportBund Harz, Telefon (0 39 43) 55 71 10.