Die Wernigeröder wählen am Sonntag, 12. April, einen neuen Oberbürgermeister. Im Vorfeld fühlt die Volksstimme den drei Kandidaten auf den Zahn, möchte wissen, wie sie die Stadt voranbringen wollen.

Ab 2017 gibt es keine Ausnahmeregelung für die Doppik mehr. Wie wollen Sie ab diesem Zeitpunkt einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen?

Peter Gaffert (parteilos): Wernigerode ist eine der finanziell leistungsstärksten Städte im Land. Seit 1990 konnten wir stets - mit Ausnahme von zwei Jahren - einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen. Wir brauchen weiter gut bezahlte Arbeit in der Stadt, eine faire Steuerbelastung, einen florierenden Tourismus, erfolgreiche Handwerker, aktive Unternehmer und Investitionen in die Zukunft. So werden wir zusätzliche Investoren und Gäste gewinnen, keine Einwohner durch Wegzug verlieren und die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt nachhaltig sichern.

Michael Miede (Piraten): Durch die Aussetzung des Großprojektes "Natürlich Schierke" und einem umfassenden Gewerbe-und Wirtschaftsförderungsprogramm mit Vergünstigungen für Firmen/Neugründungen/Erweiterungen, welches in einem fes9tgelegten Zeitraum, jedoch bis spätestens 2017, erstellt werden muss.

Sabine Wetzel (B90/Grüne): Die gesetzliche Vorgabe zur Umstellung auf betriebswirtschaftliche Buchführung wird am Ende notwendige Klarheit schaffen. Nach der OB-Wahl brauchen wir ohnehin einen ehrlichen Kassensturz. Dabei sind alle langfristigen finanziellen Belastungen und Risiken z.B. aus den Großvorhaben in Schierke offenzulegen. Schon bei den bekannten Zahlen hat uns die Kommunalaufsicht gewarnt, die Stadt liege an ihrer Belastungsgrenze. Deshalb wird bis zu einem gesunden Haushalt nach den Grundsätzen der Doppik viel Reparaturarbeit zu leisten sein.

Haben Sie Fragen an die Kandidaten? Dann kommen Sie zu unserem Wahlforum am Montag, 30.März, um 19 Uhr in der Hochschule Harz. Oder senden Sie uns Ihre Fragen: Breite Straße 48 in Wernigerode oder redaktion. wernigerode@volksstimme.de

 

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