Die Wernige-röder wählen am Sonntag, 12. April, einen neuen Oberbürgermeister. Im Vorfeld fühlt die Volksstimme den drei Kandidaten auf den Zahn, möchte wissen, wie sie die Stadt voranbringen wollen.

7 Wie bewerten Sie die Verkehrssituation in der Innenstadt von Wernigerode? Was wollen Sie ändern?

Peter Gaffert (parteilos): Fragen Sie mich das als Radfahrer? Im Ernst: Wir alle empfinden die vierspurige B6 als einen Segen. Die Attraktivität Wernigerodes sorgt dennoch für ein hohes innerstädtisches Verkehrsaufkommen. Die dringlichsten Probleme sind bekannt: die unbefriedigende Situation in der unteren Breiten Straße und im Bereich Burgberg/Lindenallee. Vordringliche Aufgabe ist es, den Lkw-Verkehr auf der Bundesstraße 244 zu verringern. Allerdings: Hier ist der Bund Herr des Verfahrens und entscheidet über den Verkehrswegeplan, doch die Gespräche auf höchster Ebene laufen.

Michael Miede (Piraten): Zu diesem Thema halte ich die Weiterentwicklung des Parkleitsystems für sinnvoll, vor allem jedoch würde ich den Ausbau der B244 als Ortsumfahrung mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln vorantreiben und unterstützen.

Sabine Wetzel (B90/Grüne): Ein unterschätztes Thema ist die Sicherheit auf Schulwegen. Ich will mich nicht abfinden, dass es unmöglich sein soll, zwischen Burgbreite und Stadtfeld eine Fußgängerampel zu installieren. Mit vielen (älteren) Bürgern und Touristen teile ich das Ärgernis der häufig zu kurzen Grün-Phasen an Fußgängerampeln. In Wernigerode geht es um einen ständigen Balanceakt zwischen den Interessen von Fußgängern, Radfahrern und motorisierten Verkehrsteilnehmern. Das neue Verkehrskonzept für die Innenstadt muss ein tragfähiger Kompromiss für alle Verkehrsteilnehmer werden. Dennoch wird jede Baustelle eine Herausforderung bleiben, Umleitungen optimal zu koordinieren.

Haben Sie Fragen an die Kandidaten? Dann kommen Sie zum Wahlforum: Montag, 30.März, 19 Uhr, Hochschule Harz. Oder schreiben uns: Breite Straße 48 in Wernigerode oder redaktion.wernigerode@volksstimme.de

 

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