Anwohner im Blankenburger Heidelberg sind sauer wegen der baubedingten Halteverbote vor und nach Ostern. Die Stadtverwaltung führt das öffentliche Interesse des Projektes an.

Blankenburg l Wo gebaut wird, fallen nicht nur Späne, sondern es kommt auch häufig zu Verkehrsbehinderungen. Besonders ärgerlich ist es, wenn große Bauvorhaben in engen oder gar in Sackgassen stattfinden. So wie dieser Tage im Blankenburger Heidelberg. Anwohner Rainer Gebhardt ist besonders verärgert. In einem gepfefferten Brief an das Blankenburger Ordnungsamt hat er diesem Ärger Luft gemacht. Nur nützt es ihm wenig, wie die Antworten aus dem Rathaus und vom Bauherrn, dem Trink- und Abwasserzweckverband (TAZV) Vorharz, zeigen.

Hintergrund ist der Aufbau eines neuen Hochbehälters des TAZV unterhalb der Teufelsmauer. Für Rainer Gebhardt ist die Formulierung "Verkehrseinschränkung" allerdings schlichtweg untertrieben, weil es sich beim Heidelberg um eine Sackgasse handelt. "Somit ist klar, dass es sich für die genannten Zeiten nicht nur um eine Verkehrseinschränkung handelt, sondern dass damit der Verkehr für die Fahrzeuge der Wohnhäuser zwischen Forstmeisterweg und Jugendherberge stillgelegt werden soll. Es wird de facto alternativlos die Straße gesperrt, was nicht mehr als Einschränkung zu bezeichnen ist", kritisierte er. Aus seiner Sicht sei auch der Vorschlag des TAZV, die Autos "anderweitig" zu parken, nicht umzusetzen und blanker Hohn. Der Unternehmer hätte sich eine zeitnahere Information gewünscht, um befürchtete Umsatzeinbußen kompensieren zu können.

In seiner Antwort verweist Philipp Eysel, Leiter des Fachbereichs Ordnung bei der Stadtverwaltung, darauf, dass das Bauvorhaben von öffentlichem Interesse ist und die Trink- und Löschwasserversorgung absichert. "Im Heidelberg sind solche Verkehrsbeschränkungen aufgrund der Art der Baumaßnahme und der Topografie der Straße leider unvermeidlich", so Eysel. Zudem müssten sie von den Anliegern geduldet werden. Zugleich verweist er darauf, dass im Vorfeld versucht wurde, die Beeinträchtigungen auf das erforderliche Mindestmaß zu reduzieren, um Arbeiten noch effektiv ausführen zu können. "Die bauausführende Firma ist bemüht, wenn die Arbeiten abgeschlossen bzw. unterbrochen sind, Straßensperrungen wieder aufzuheben, um die Erreichbarkeit der Straße zu gewährleisten", sicherte der Fachbereichsleiter zu.

Laut Mitteilung des TAZV ist von heute bis Dienstagvormittag, 7. April, das Befahren und Parken am Heidelberg möglich. Vom Vormittag des 7. April bis zum Nachmittag des 10. April gilt wiederum ein Halte- und Parkverbot. Das Befahren ist jeweils von 0 bis 15 Uhr nicht möglich. Das gleiche Procedere gilt dann noch einmal vom 20. bis 21. April.

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