Zum dritten Mal hat der Cattenstedter Parforcejagd-Reitverein (CPJRV) die Kreismeisterschaften der Pferde-Jungzüchter ausgerichtet. Dabei überraschten auch die über 25-Jährigen.

Cattenstedt (jmü) l Der Begriff des Jungzüchters ist nicht allein auf das Alter beschränkt, wie ein Blick auf die diesjährige Teilnehmerliste der Kreismeisterschaften in Cattenstedt verrät. Auch ältere Jahrgänge, die sich bisher noch nicht mit dem Thema Pferdezucht beschäftigt haben, gehören dazu. Daher waren die Titelkämpfe neben der Altersklasse I (bis 9 Jahre), der Altersklasse II (10 bis unter 14 Jahre) und Altersklasse III (14 bis 25 Jahre) erstmalig auch für über 25-Jährige ausgeschrieben (Ergebnisse siehe Infokasten).

In familiärer Atmosphäre trafen sich die Teilnehmer zum dritten Mal auf dem historischen Gutshof in Cattenstedt, dessen Reitanlage mit Fördergeld der Harzer Volksbank für die Kreismeisterschaften vorbereitet werden konnte. Waren doch sowohl der CPJRV als auch der Pferdezuchtverein Harz zu Beginn des Jahres als "Verein des Monats" mit jeweils 300 Euro gefördert worden.

Neben Teilnehmern aus der Harzregion waren zwei Jungzüchter aus Berlin und sogar aus Bad Doberan angereist, wie Vereinschef Christoph Herrfurth mitteilte. Wer kein eigenes Pferd oder Pony mitbringen konnte, der hatte die Möglichkeit, auf die Schulpferde des CPJRV zurückzugreifen.

Der Tag startete mit der Beurteilung von vier freispringenden Pferden in der Halle. Dabei war ein kritisches Auge gefragt. Galt es doch ein ähnliches Notenniveau wie die Richterinnen zu finden.

Nach dem Freispringen trafen sich Groß und Klein im urigen Reitercasino zur kniffligen Theorie zusammen. Bei der Beantwortung von Fragen rund um die Pferdehaltung, Pflege und Gesundheit kam der eine oder andere ziemlich ins Schwitzen. Nach der Mittagspause mussten alle Teilnehmer ihr Können beim Vormustern und der Pferdebeurteilung beweisen. Bei letzterer wurden Noten für Rasse- und Geschlechtstyp, Kopf, Hals, Schulter, Rücken, Vorder- und Hinterbein, Gangkorrektheit, Schritt, Trab und Gesamteindruck vergeben, die wieder möglichst nah an die Bewertungen der Richterinnen heranreichen sollten.

"Die Gruppe der über 25-Jährigen entpuppte sich als kleines Highlight der Veranstaltung und wurde besonders gut und ehrgeizig angenommen", so Herrfurth, der ein positives Fazit der Meisterschaften zog.