Wernigerode l Die Straße ist aufgerissen. Eine Ampel regelt den Autoverkehr an der Baustelle am Holfelder Platz vorbei. Seit gut einem Monat wird an der Nöschenröder Straße wieder gebaut. Die Versorgungsleitungen für Wasser, Gas und Strom wurden in diesem Bereich bereits verlegt, informiert Bauleiter Armin Barheine auf Volksstimme-Nachfrage. Die neuen Straßenlaternen stehen. Am Donnerstag wurde damit begonnen, die Asphaltschicht aufzutragen.

"Wir müssen das jetzt erledigen, weil ab kommender Woche der Verkehr über die Promenade umgeleitet wird", so Barheine. Die Baustelle rückt auf den östlichen Teil des Holfelder Platzes (Friedhofsseite) weiter, die Nöschenröder Straße ist ab Montag für Autos dicht.

Von der Schönen Ecke aus ist die Nöschenröder Straße bis Höhe Degenerstraße befahrbar. "Die Anwohner leben für den Zeitraum der Bauarbeiten in einer Sackgasse", so der Bauleiter. "Sie können ihre Häuser erreichen, die direkte Durchfahrt nach Elbingerode ist nicht möglich."

Abstimmungsbedarf habe es im Vorfeld wegen der Erreichbarkeit des Pflegeheims und des benachbarten Privatgrundstücks, das als Parkplatz vermietet wird, gegeben. "Wir haben in der vergangenen Woche mit den Betroffenen zusammengesessen und uns auf eine Lösung verständigt." Altenheim und der Parkplatz können auch während der Bauphase über das Privatgrundstück angefahren werden, sagt Barheine.

Zur Verwunderung vieler Wernigeröder wurde in dieser Woche auch am Knoten Burgberg, im eigentlich schon fertiggestellten Straßenabschnitt, gebaut. Dies seien keine Nachbesserungsarbeiten, stellt Armin Barheine klar.

"Hier wird nur das im letzten Jahr noch nicht eingetroffene Natursteinmaterial für die behindertengerechte Querung verlegt." Der Fußweg sei über die Winterpause aus Sicherheitsgründen mit Betonsteinpflaster geschlossen worden.

Hintergrund: Die Nöschenröder Straße wird für 2,8 Millionen Euro grundhaft ausgebaut. Dabei werden die Leitungen für Trinkwasser, Erdgas, Strom, Schmutz- und Regenwasser ausgetauscht. Die Fahrbahn erhält eine neue Asphaltdecke, und die Gehwege werden mit Granitplatten und Mosaiksteinen gepflastert.

2014 wurde der erste Bauabschnitt zwischen Burgberg und Degenerstraße fertiggestellt. Der zweite Abschnitt bis zum Holfelder Platz sollte eigentlich bis Dezember beendet sein. Wegen des unerwarteten Leitungschaos im Untergrund verzögerten sich die Arbeiten jedoch und konnten erst in diesem Jahr fortgesetzt werden (Volksstimme berichtete). Im Oktober soll die Sanierung abgeschlossen sein.