Derenburg (jmü) l Die anfängliche Euphorie, die gesperrte Fußgängerbrücke in Derenburg mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks (THW) kurzfristig durch ein Provisorium zu ersetzen, hat einen ordentliche Dämpfer erhalten. Wie die Stadtverwaltung Blankenburg informierte, würde selbst diese Variante durch Material-, Statiker- und Genehmigungskosten mit 30 000 bis 40 000 Euro zu Buche schlagen. Dieser finanzielle Aufwendung sei wirtschaftlich nicht sinnvoll im Verhältnis zu einem Neubau, heißt es in einer Mitteilung.

Auf der jüngsten Ortschaftsratssitzung sei darüber informiert worden, dass derzeit drei Varianten zur Behebung des Problems geprüft würden: Ein Ersatzneubau, die Errichtung eines Provisoriums und der Einsatz einer Mietbrücke. "Für einen Ersatzneubau werden momentan die Kosten ermittelt und in den Investitionsplan des Jahres 2016 eingebracht. Eine grobe Schätzung beläuft sich derzeit auf rund 100 000 bis 150 000 Euro. Die genaue Höhe ist abhängig vom Zustand der Widerlager - dem Übergang zwischen der Brückenkonstruktion und dem Erddamm", heißt es.

Weiterhin werde die Möglichkeit einer Mietbrücke, bei der aus vorgefertigten Segmenten Brückenteile zusammengeschraubt werden, mit einer Firma verhandelt, die dies bereits in mehreren Fällen erfolgreich realisiert habe. "Eine konkrete Kostengröße liegt derzeit noch nicht vor", so die Stadtverwaltung.

Somit ist eine schnelle Ersatzlösung für die Holtemme-Brücke nicht in Sicht. Das marode Bauwerk bleibt weiter gesperrt.