"Mensch, weißt du noch ..." Den Satz gab es am Sonntag dutzendfach zu hören. Zum 20-jährigen Bestehen des Heimatvereins trafen sich die Börnecker vor ihrer alten Schule zum Plausch und bekamen einiges geboten.

Börnecke l Als am 1. Mai 1995 25 Heimatfreunde den Börnecker Heimatverein gründeten, schrieben sie sich die Errichtung, den Erhalt und die Pflege einer Heimatstube sowie die Bewahrung der Dorfgeschichte ins Stammbuch. "Blicken wir auf diese 20 Jahre zurück, können wir dem Heimatverein gratulieren. Er hat seinen Zweck voll und ganz erfüllt", sagte Ortsbürgermeister Rüdiger Klamroth vor rund 100 Gästen an der alten Schule. Er dankte den engagierten Mitgliedern auch dafür, dass sie mit viel Liebe zum Detail sehenswerte und proppevolle Ausstellungen zur Dorfgeschichte eingerichtet haben und sich aktiv in das Dorf- und das Stadtleben einbringen, wie unlängst zur 1000-Jahr-Feier im Ort und zur 800-Jahr-Feier in Blankenburg. Auch bei anderen Veranstaltungen sind sie dabei und präsentieren stolz ihre Börnecker Trachten, die sie nach historischen Vorbildern genäht haben, wie Karin Steiner voll Stolz berichtete.

Die Leiterin des Börnecker Kindergartens sorgte mit einer Kindergruppe für den musikalischen Auftakt des Festes - natürlich mit dem beliebten "Börnecker Lied" und einem Tanz.

Ein besonderer Höhepunkt war bei strahlendem Sonnenschein eine Modenschau. Unter der Moderation von Gabriele Ködelpeter präsentierten die Mitglieder des Heimatvereins, unterstützt durch Börnecker Kinder und Jugendliche, Mode-Schätze aus dem Fundus der Heimatstube. Da waren historische Husaren-Uniformen ebenso zu sehen, wie die Uniformen von NVA-Soldaten, dem Dorfpolizisten und dem Postvorsteher, die Tracht der Gemeindeschwester aus den 1960-er Jahren und viele Kleider aus Uromas Zeiten. Besonders viel Applaus bekam eine Hochzeitsgesellschaft mit Streu-Engeln.

Leider bekamen die Frauen des Heimatvereins davon fast gar nichts mit: Sie wirbelten hinter den Kulissen, um den Gästen einen schönen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen und vielem mehr zu gestalten. Nicht wenige nutzten den Nachmittag, um einen Blick in die Heimatstube zu wagen. Jüngstes Exponat ist dort seit Sonntag eine Reihe Blankenburger Notgeld. Das hatte der künftige Bürgermeister Heiko Breithaupt (CDU) als Geschenk mitgebracht.

   

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