130 Veranstaltungen in einer Woche - die Organisation der Landesliteraturtage in Wernigerode geht in die heiße Phase. Lesefreunde erwartet ein vielfältiges Programm.

Wernigerode l Die 24. Landesliteraturtage finden vom 12. bis zum 20. September in Wernigerode statt. Das Organisationsteam um Kulturamtschefin Silvia Lisowski und Bibliotheksleiter Klaus Grünberg ist momentan mit der Zusammenstellung des Programms beschäftigt. Unterstützung erhalten die Organisatoren dabei von Partnern aus der Region, die sich in die Aktionswoche einbringen wollen.

Der in Wernigerode geborene Autor Matthias von Bornstädt wird beispielsweise Lesungen für Senioren und Grundschüler geben. Seine ersten Erfahrungen als Schriftsteller sammelte er übrigens in der Schülerschreibwerkstatt von Christine Schulz, die auch den Kontakt zu von Bornstädt hergestellt hat. Ebenfalls mit im Boot ist Christoph Lambert, der Veranstalter des Krimifestivals "Mordsharz". Er bereitet für September ein "illustres Programm" mit drei Krimiautoren in der Remise vor. In der Hochschule Harz finden zwei Veranstaltungen statt, informierte Sonja Peters von der Hochschul-Bibliothek: einmal zum Thema 25 Jahre Wende, darüber hinaus eine Lesung der bekannten Autorin Eva Maria Knabenbauer, initiiert vom International Women`s Club. Der in Blankenburg lebende Schriftsteller Bernd Wolff will mit seinen Kontakten zur Literaturszene bei der Vorbereitung helfen. Außerdem wird Wolff, der in diesem Jahr für den Kunstpreis der Stadt Wernigerode nominiert ist, auch selbst eine Lesung anbieten.

"130 Veranstaltungen in einer Woche, das ist ein ganz schönes Gewicht, das wir zu stemmen haben", sagt Klaus Grünberg. Jedes einzelne Angebot müsse individuell vorbereitet werden. "Schließlich wollen wir ein Fest so bunt wie der Harz." Die Stadt habe sich als Gastgeber beworben, um für das Lesen zu werben und um Wernigerödern und Besuchern ein Angebot zu unterbreiten, so Grünberg. "Wir wollen möglichst viele Menschen begeistern und hoffen auf viele Lesefreunde." Der Etat für die Festivalwoche liegt bei 70 000 Euro. Das Land steuert 50 000 Euro bei.