Bad Harzburg l Rund 1000 Meter lang, bis zu 30 Meter hoch, zig Tonnen schwer und im Moment einer der Renner schlechthin im Harz: Der vor gut einer Woche eröffnete Baumwipfelpfad in Bad Harzburg. Gerade jetzt, am verlängerten Wochenende mit bestem Wetter und Pfingstferien in mehreren Bundesländern, lockt der Pfad in luftiger Höhe zuhauf Besucher an. Davon profitiert die Stadt am Rande des Nationalparks Harz insgesamt: Parkplätze sind rar, und die Schlangen an den beiden Kassen des Baumkronenpfades auch schon mal ein wenig länger.

"Rechtzeitige Anreise oder eben erst am späteren Nachmittag ab 16 Uhr ist ratsam", sagt Betriebsleiterin Eva-Christin Ronkainen. Sie und ihr Team - neben dem Geschäftsführer und sechs Angestellten auch noch Helfer - haben dieser Tage alle Hände voll zu tun, um dem Ansturm Herr zu werden.

Auf dem Pfad selbst dominieren positive Reaktionen und Begeisterung. Wer am Eingang im kreisrunden Wandelgang peu à peu bis auf 26 Meter Höhe zur Aussichtsplattform der Einstiegskrone hinaufgewandert ist, genießt einen tollen Ausblick ins Kalte Tal sowie hinüber nach Bad Harzburg und Goslar. Gleichwohl bleibt die Aussicht - anders als beispielsweise beim Baumkronenpfad in Prora auf Rügen - schon wegen der Tallage begrenzt. "Wir können und wollen den Aussichtspunkten im Harz auch keine Konkurrenz machen", sagt die Chefin. Wer wirklich den Weitblick suche, könne ja mit der 1929 eingeweihten Seilbahn hinauf auf den Burgberg fahren und die Fernsicht genießen. Dafür gibt es übrigens ein Kombiticket: Mit der Seilbahn hoch auf den Burgberg, runter ins Tal laufen und den Wipfelpfad von oben her absolvieren.

Apropos absolvieren: Wer erst einmal den Eingang erreicht hat, sollte im eigentlichen Wipfelpfad auch mit Rollator oder Rollstuhl vorankommen, allein zur Aussichtsplattform am Eingang gibt es einige Stufen. Belohnt werden Besucher mit einem Blick aus besonderer Perspektive in die Baumkronen und Erklärungen zu den unterschiedlichen Baumarten sowie zu Tieren wie den Luchsen, die es auch als Holzfiguren zu erleben gibt. Alles in allem gebe es bislang 33 Erlebnisstaionen, berichtet Eva-Christin Ronkainen. Hier seien Erweiterungen geplant. Der Pfad - im Sommer von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet - lockt am 29. Mai mit einem ersten speziellen Bonbon: Ab 20.30 Uhr geht es mit Waldpädagogen Michael Schaschek zur Nachttour in die Wipfel (Anmeldungen per Mail: info@bwp-harz.de). Später sollen weitere thematische Führungen, beispielsweise zu Fledermäusen, folgen. Mindestens in diesem Monat winken überdies 15 Prozent Startrabatt beim Eintritt.

Weitere Infos unter: www.baumwipfelpfad-harz.de

   

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