Blankenburg/Berlin. Der 30-jährige gebürtige Blankenburger Markus Müller verbrachte seine ersten 20 Jahre in der Blütenstadt am Harz. Nach einem fünfjährigen Studium an der renommierten Kunsthochschule "Burg Giebichenstein" in Halle zog es ihn nach Berlin, wo er mittlerweile als Designer und Dozent für Animationsfilm tätig ist.

Bei der Berlinale – Europas größtem Filmfestival – hatte er sich in diesem Jahr eher aus Spaß und seiner Begeisterung für die Filmarbeit beworben. Eine Berliner Zeitung hatte eine Jury ausgerufen, für die sich jeder bewerben konnte, der sich für Kino und Film begeistert. Der Blankenburger hatte nach einer kreativen und phantasievollen Bewerbung – so die Anforderung – mit Beispielen seiner Arbeit den Zuschlag als einer der neun Juroren erhalten.

"Es ist unglaublich, dort in der Jury zu sitzen, die Filmschaffenden zu treffen und mitunter vollkommen unbekannte Filmperlen zu sehen", schwärmt der Designer von seiner gestern aufgenommenen Tätigkeit. Am letzten Festivaltag – Sonntag, 20. Februar – werde das Gremium einen Film prämieren, der dann am Potsdamer Platz seine Aufführung vor einem großen Publikum einschließlich der Jury haben werde.

Der internationale Status des Festivals wird an der Anzahl der eingereichten Filme sichtbar: 6400 aus aller Welt. 360 davon werden in den anderthalb Wochen gezeigt. Für Markus Müller und die anderen acht Juroren bedeutet das: 30 Filme in acht Tagen ansehen und bewerten.

"Das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Das ist harte Arbeit", sagt er nach dem ersten gestrigen Einsatztag. "Aber es wird wohl auch ein unglaubliches Erlebnis bleiben", ist er sicher.

Der Blankenburger wird für die Volksstimme weiter von der Berlinale berichten und auch einige ausgewählte "Filmjuwelen" verbunden mit dem Glamour der Veranstaltung vorstellen.