Trautenstein (bfa). Mächtig Holz vor der Forstverwaltung – das gibt es offenbar derzeit im Bereich der privat geführten Wälder und des Forstbetriebes Oberharz.

Der wertvollste Teil davon kommt wie jedes Jahr bei der traditionellen Holzauktion in Sachsen-Anhalt unter den Hammer. Am morgigen Donnerstag findet auf Schloss Hundisburg bei Haldensleben die Versteigerung wertvoller Hölzer statt (wir berichteten).

Allein aus dem Landeswald im Harz werden dort in diesem Jahr etwa 700 Festmeter angeboten, informiert der Chef des Forstbetriebes Oberharz, Joachim Bauling. Das entspreche 700 Kubikmetern Holz - wäre eine einen Meter breite und einen Meter hohe Voll-Holz-Bank von 700 Metern Länge.

Neben dem Landesforstbetrieb böten auch private Waldbesitzer, Kommunen und Forstbetriebsgemeinschaften ihre bis zu 250 Jahre alten wertvollen Baumstämme gegen Höchstgebot zum Verkauf an, so Bauling weiter: "Der Forstbetrieb Oberharz ist diesmal wieder mit nennenswerten Holzmengen dabei." In diesem Jahr seien unter anderem Laubbaumarten wie Eiche, Bergahorn, Esche und Erle besonders gefragt.

"Mit nennenswerten Holzmengen in Hundisburg dabei"

"Aber auch wertvolles starkes Nadelholz der Baumarten Douglasie und Lärche sind sehr begehrt", sagte Bauling gestern der Harzer Volksstimme. Er hat bereits die hölzernen Schätze aus dem Landeswald der Region Wald auf einem sogenannten Wertholzlagerplatz begutachtet und zeigte sich angetan von Menge und Qualität. Für einen Festmeter könne ein Waldbesitzer oder ein Forstbetrieb schon mal 300 bis 800 Euro erlösen, hieß es.

"Wir gehen mit hohen Erwartungen zur Auktion 2011, denn der Bedarf an guten Hölzern ist in der letzten Zeit angestiegen", so der Forstchef. Abnehmer solcher Qualitätshölzer aus dem gesamten Harz seien in erster Linie Hersteller von hochwertigen Möbeln und Fußbodendielen.

Gleichwohl seien die nun in Hundisburg zu versteigernden edlen Stämme nur ein Bruchteil der jährlich verkauften Holzmenge insgesamt. Allein beim Forstbetrieb Oberharz, so Bauling, kämen morgen weniger als ein Prozent der Gesamt-Holzernte unter den Hammer. Der Forstchef erläuternd dazu: "Denn wir sind ja eigentlich gar kein typischer Betrieb für Wertholz, wir haben hauptsächlich Fichte."