Die Heimatstube Tanne soll wärmer werden. Hilfe dafür sagt ein Besucher in der Bürgermeisterfragestunde mit der Volksstimme zu. Ein anderer kündigt das Erscheinen einer neuen Ortschronik an und stellt darin auch Tannes Gründungsdatum richtig.

Tanne. "So viele so schöne Öfen wie in der Heimatstube Tanne stehen mit Sicherheit in keinem Haus weit und breit."

Da ist sich Kurt Werner Rieche sicher. Er betreut mit Liebe und Engagement über eine Kommunal-Kombi-Finanzierung das kleine Museum. Und er muss sich dabei nicht selten warme Gedanken machen. Denn sein Problem – und das der Besucher – ist: Tannes Heimatstube ist nicht beheizbar.

"Das muss doch nicht sein", meint Kurt Resow als erster Besucher der Bürgermeisterfragestunde mit Ortschef Frank Damsch und Harzer Volksstimme am Donnerstagabend. Der Fachmann für Heiz- und Schornsteintechnik sagt Unterstützung zu, die Heimatstube wieder beheizbar machen.

"Ein Ofen dafür zum Aufarbeiten und Anschließen ist schon gefunden, war ja nicht schwer bei der Auswahl", so Resow. Der Ortschef dankt dem Gewerbetreibenden und dessen Sohn, Christian Resow.

Denn der 25-jährige Student hat sich im und mit dem Harzklub Tanne dabei gemacht, die Chronik von Tanne in mühevoller Kleinarbeit zusammenzufassen und auf wissenschaftlich nachprüfbare Beine, sprich Daten zu stellen.

Dazu wurden Archive und Bibliotheken besucht, historische Texte gesichtet. Ein Ergebnis all dessen ist die Korrektur des Tanner Gründungsdatums: 1335, wie es in vielen Dokumenten steht, lasse sich nicht belegen, so Christian Resow: "Aber 1355, damals verkauften Regensteiner Grafen die Tanner Hütte an den Bischof in Halberstadt, die Urkunde darüber ist die erste nachweisbare urkundliche Erwähnung für Tanne." Der Harzklub werde die neue Chronik demnächst vorlegen.

Als Nächstes folgt in der Harzer-Volksstimme-Aktion die Zugabe-Sprechstunde nach dem übervollen Treff in Rübeland, und zwar am 22. Februar, 16-17 Uhr, bei Ortsbürgermeister Uwe Anderfuhr.

 

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