Der Architektenwettbewerb "Mut zur Lücke" läuft in Blankenburg an. Vertreter aus 19 Architekturbüros schauten sich jetzt vor Ort die beiden Problemfälle in der Innenstadt an. Die Baulücken sollen mit ihrer Hilfe bald geschlossen werden.

Blankenburg (euh). Architekten aus 19 Planungsbüros in Sachsen-Anhalt trafen sich in der vorigen Woche im Rathaussaal mit Vertretern der Blankenburger Stadtverwaltung, um sich über zwei mögliche Bauvorhaben im Rahmen des vom Land ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs "Mut zur Lücke" vor Ort zu informieren. Dabei nahmen sie auch die beiden Baulücken an der Marktstraße 4/5 (Ecke Badegasse) sowie an der Schulstraße 11 in Augenschein. Die leerstehenden Gebäude dort fielen Bränden zum Opfer und wurden zum Teil bereits abgerissen. Für eine mögliche Wiederbebauung hatte die Stadtverwaltung im vergangenen Jahr einen Wettbewerb ausgelobt (wir berichteten).

Bauamtschef Joachim Eggert gab den etwa 50 Fachleuten, Vertretern der Architektenkammer und der Investitionsbank sowie einigen interessierten Blankenburgern zum Auftakt einige Informationen aus der Stadtgeschichte. Dabei zog er einen Bogen von der Barockzeit bis hin zur Gründerzeit – zwei bedeutenden Epochen in der städtischen Baugeschichte. Im kommenden Jahr solle 800 Jahre Blankenburg gefeiert werden, ein gegebener Anlass zur Verschönerung des Kerns der Altstadt, so Eggert.

In kurzen Vorträgen beschrieben Olaf Perlich vom wettbewerbsbetreuenden Architekturbüro aus Magdeburg und Petra Heise als Geschäftsführerin der Architektenkammer des Landes Sachsen-Anhalt die beiden möglichen Bauvorhaben. Danach besichtigten die Fachleute die Objekte. Anschließend konnten die Architekten Fachfragen zu den Vorgaben wie Gestaltung und Umsetzbarkeit der nun zu entwickelnden Lösungsvorschläge stellen. Außerdem wurde der 18. März als Abgabetermin für die Planentwürfe festgelegt.

Die öffentliche Preisverleihung und Ausstellung der Wettbewerbs-Ergebnisse soll im April dieses Jahres erfolgen. Der genaue Termin stand allerdings noch nicht fest.

Investoren für die dann preisgekrönten Architekturvorschläge müssen ebenfalls noch gesucht und gefunden werden. Die derzeitigen privaten Grundstückseigentümer werden oder können es aus unterschiedlichen Gründen nicht sein, hieß es am Rande des Treffens. Durch den Wettbewerb würden aber zumindest die sonst nicht unerheblichen Architektenkosten gespart, was mögliche Investitionen sehr erleichtern würde, so Joachim Eggert.

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