Minsleben (im). Wer derzeit zu einem Spaziergang in den Gutspark des Ortsteils aufbricht, muss darauf gefasst sein, dass ihm ein übler Geruch in die Nase steigt.

Grund dafür ist das "Umkippen" des Teiches Mitte Januar. Wie Knut Festerling vor dem Ortschaftsrat sagte, wurden zudem drei Grundstücke durch Hochwasser überschwemmt. Die Freiwillige Feuerwehr musste ausrücken, um Moder und Geäst zu entfernen. Festerling: "Weitere Ablagerungen werden noch beräumt für einen zwei Meter breiten Streifen."

Um das leidige Übel ein für alle Mal zu beseitigen, muss ein ordentlicher Zulauf oberhalb der Brücke angelegt werden. Durch diesen soll der Weiher dann aus dem Barrenbach mit ausreichend Frischwasser gespeist werden. Darauf haben sich bereits Unterhaltungsverband Ilse-Holtemme, städtisches Bauamt und Ulrich Eichler als Umweltbeauftragter im Rathaus mit Minslebens Bürgermeister bei einem Termin am Gewässer verständigt. Da für das Projekt ein "kleines Verfahren zur Planfeststellung" erforderlich ist, kann der Umbau erst 2012 erfolgen. Deshalb muss der alte Graben zunächst provisorisch gesichert werden.

"Der Teich kippt regelmäßig um", bestätigt Ulrich Eichler auf Anfrage. Ursache sind die enormen Mengen von Laub, die im Herbst in das Wasser fallen und es verschlammen. Dadurch bilden sich in dem nur bis zu 1,20 Meter tiefen und zuletzt vereisten Gewässer Faulgase.

Laut Eichler könnte das Problem eventuell schon zum Ende dieses Jahres gelöst werden. Der Wernigeröder: "Das müssen wir mit der Unteren Wasserbehörde genau abstimmen." Wie hoch die Kosten für den Aushub der etwa 50 Meter langen Rinne sind, ist noch offen. Ulrich Eichler: "Ich denke aber, das wird nicht sehr teuer."