Die Stadtführergilde in Wernigerode ist ein zuverlässiger Partner der Tourismus GmbH. Ihre Angebote werden von Individualreisenden und Gruppen gern angenommen. Und das schon seit 20 Jahren.

Wernigerode (afi). Die Stadtführergilde hatte Anfang vergangenen Jahres mit der Aufnahme von Werner Kropf in ihre Reihen die Hoffnung verknüpft, dass dessen Kenntnisse der arabischen Sprache hilfreich bei der Betreuung von Gästen aus diesen Ländern sein könnten. Aber die Scheichs lassen auf sich warten, dafür kommen immer mehr Touristen aus Russland nach Wernigerode.

Deshalb müssen russische Sprachkenntnisse schnell wieder aufgefrischt werden, um auch dieser Gästeklientel eine fachkundige Führung durch die historische Fachwerkstadt bieten zu können. Während der Vollversammlung, auf der auch an die Gründung der Gilde vor 20 Jahren erinnert wurde, gab es erste Bereitschaftsbekundungen, sich für solche speziellen Stadtführungen zu qualifizieren.

Das begrüßte der Vorstand sehr, der übrigens wiedergewählt wurde. So leitet Gerda Hamel weiter die Gilde und wird vom Stellvertreter Wolfgang Hartmann sowie Anke Richling und Horst Sander unterstützt. Insgesamt zählt die Abteilung des Heimat- und Geschichtsvereins 38 Mitglieder, denen auf der Wahlveranstaltung mehrfach gedankt wurde. Beispielsweise würdigten in Vertretung von Wernigerodes Tourismuschefin Erdmute Clemens die Mitarbeiter Sabine Krüger und Raik Mahrle die stete und flexible Einsatzbereitschaft der Gästeführer. Sie bilanzierten, dass die thematischen Stadtführungen immer beliebter würden, besonders bei jenen Besuchern, die schon öfter in der bunten Stadt am Harz weilten.

Begehrt waren vor allem die Schnuppertouren durch Wernigerodes Innenhöfe, gefolgt von Rundgängen mit der Hexe oder dem Teufel. Auf Wunsch von Gruppen wurden auch 35 Harz-Reiseleitungen betreut und 41 individuelle Rahmenprogramme zusammengestellt. Zur Bilanz 2010 gehört auch, dass 23 010 Gäste im Rahmen von Gruppenbuchungen durch Wernigerode geführt wurden, zusätzlich zu den thematischen und öffentlichen Führungen ohne Voranmeldung.

Neben der Vorstandswahl und Bilanz wurden auch erste Themen für die monatlichen Fortbildungsveranstaltungen festgelegt. Vorgesehen sind der Besuch des Stadtarchivs, ein geführter Rundgang durch den neuen Wernigeröder Ortsteil Schierke, das Erkunden des Industrielehrpfads in Ilsenburg. Ein erster Höhepunkt ist der Vortrag von Dr. Uwe Lagatz am Mittwoch, 2. März, ab 17.30 Uhr im Luthersaal. Hier stimmt der Historiker auf Sonderausstellungen zur Entwicklung des Tourismus in Wernigerode ein. Dazu sind die Mitglieder des Geschichts- und Heimatvereins ebenso wie interessierte Wernigeröder eingeladen.