Erstmals starteten am Sonn-abend und Sonntag Busse von Stiege und Benneckenstein zur Fahrt durch die ganze Stadt Oberharz. Für sechs Monate gibt es das Angebot nun jedes Wochenende. Im Juli wird ausgezählt, dann kommt‘s drauf an, ob die neue Stadtlinie Oberharz angenommen wird und bleibt – oder nicht.

Elbingerode. Es ist Sonn-abendmorgen. Winterurlaubswetter sieht weiß Gott anders aus. Doch trotz des Wetters rollen pünktlich kurz vor 9 Uhr Klaus-Dieter Schünemann und André Garke mit ihren Bussen aus Stiege und Benneckenstein auf Elbingerodes Marktplatz.

Sie kamen über Trautenstein, Hasselfelde, Rübeland, Sorge, Tanne, Königshütte angefahren. In Elbingerode, dem Drehkreuz Oberharz, wie Eckhardt Nitschke , Geschäftsführer der Harzer Verkehrsbetriebe, erläutert, treffen sie sich.

Zwei Busse fahren von dort weiter in Richtung Blankenburg und Wernigerode, ein dritter setzt die Tour fort zum letzten der zehn Orte in dieser Reihe - über Königshütte/Mandelholz nach Elend. Dabei mit Stopps in Drei Annen Hohne, Schierke und Braunlage.

Erstmals werden so alle Orte der Stadt Oberharz und sogar bis nach Niedersachsen durch Kooperation der Busunternehmen HVB und Anderfuhr fürs Wochenende mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen. "Das bietet die Möglichkeit, mal ohne Auto bequem von Ort zu Ort, und weiter in Zentren wie Wernigerode, Blankenburg zu kommen", betont Stadtbürgermeister Andreas Flügel.

Flügel gab mit Nitschke und Uwe Anderfuhr quasi den Startschuss zur Premierenfahrt in Elbingerode. Ebenfalls mit dabei: Cathleen Hensel, Chefin des Tourismusbetriebs der Stadt Oberharz. Denn die Linie gilt als touristische Verbesserung, gestatte Einheimischen und Urlaubern die Erschließung der touristischen Glanzlichter in der Region. "Durch unseren Einstieg in das Hatix-System können Urlauber mit dem Meldeschein sogar kostenlos von Stiege oder Benneckenstein bis Elend oder Schierke fahren", so Hensel. Damit würden Wochenendausflüge in die Westernstadt, ins Harzbad Benneckenstein, ins Grenzmuseum Sorge oder zum Brocken ebenso leicht möglich wie weiteres kostenloses Reisen in Regionen wie Wernigerode oder Thale, die auch zum System gehören.

"Jeder Vermieter sollte die Gäste informieren"

Gefahren wird die neue Wochenendlinie nun morgens und nachmittags, so dass genug Zeit für Unternehmungen wie Wanderung und Einkehr bleibe, um dann zurückzufahren.

Diesen Sonnabendmorgen hält sich die Fahrgastzahl jedoch noch in Grenzen. Die neue Linie müsse erst richtig bekannt werden, heißt es. Dazu wurden die Fahrpläne an den Haltestellen aktualisiert und die Tourist-Informationen aller Orte instruiert, Auskunft zu geben. Am besten sollte jeder Vermieter seine Gäste über das Angebot informieren, rät Cathleen Hensel. Denn: ob die neue Stadtlinie auf Dauer rollt, hängt von ihrer Nutzung ab: Je mehr Leute fahren, um so besser. Abgerechnet wird im Juli.

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