Die "Schierker Wintersportwochen" sind in die dritte Woche gestartet. Neben der jetzt im Rathaus gezeigten Ausstellung "100 Jahre Eishockey" dürfte am Sonnabend, 12. Februar, das Gastspiel des ESV Halle mit seiner Eisrevue ein Höhepunkt werden. Den Veranstaltern bereiten allerdings die frühlingshaften Temperaturen derzeit einige Sorgen.

Schierke. Momentan jagt eine Terminverschiebung die nächste. So musste das für den 6. Februar geplante Gaudi-Rodeln bereits wegen Sturm und Regen verschoben werden. Nach Ankündigung von Roswitha Ermisch könnte es am 18. Februar ab 14 Uhr einen zweiten Anlauf dafür geben.

Auch die für vergangenen Freitag vorgesehene Austragung des Eisstockschießens um den Pokal "Schierker Eiszapfen" ist buchstäblich ins Wasser gefallen. Es soll nach Mitteilung der Mitarbeiterin in der Tourist-Information des Wernigeröder Ortsteils morgen ab 18 Uhr nachgeholt werden.

Eine sozusagen witterungsunabhängige Konstante ist hingegen die seit Sonnabend im Rathaus geöffnete Ausstellung "100 Jahre Eishockey" (wir berichteten). Schautafeln, Pokale, Trikots, Schläger und anderes mehr erinnern an die Geschichte dieser Sportart. Bernd Riemenschneider, seit 1976 Vorsitzender des ESV Schierke, hat sie zusammengetragen. Stolz verweist der 63-Jährige darauf, dass die Oberharzgemeinde 1910 zu den Begründern des Deutschen Eishockeyverbandes gehörte. In einer Reihe mit großen Städten wie Hamburg, München, Nürnberg, Hannover, Dresden und Leipzig. Nicht minder beachtlich sind die Erfolge der Kufencracks unterm Brocken. Angefangen vom Landesmeistertitel Sachsen-Anhalt 1949 bis hin zum Gewinn der Niedersachsen-Liga 1995. Riemenschneider: "Das war so ziemlich der größte Coup, den wir gelandet haben." Der Schierker resümiert: "100 Jahre sind eine lange Zeit. Es wäre schade, wenn das mal zu Ende ist."

Den Anfang einer neuen Tradition könnte es übrigens am nächsten Sonnabend, 12. Februar, geben. Dann wird um 15 Uhr der ESV Halle mit seiner Eisrevue erwartet. Vereinschef Andreas Werkling kündigte dafür gestern etwa 50 Aktive im Alter von drei bis 50 Jahren an. Sie werden im Natureisstadion einen gut einstündigen Ausschnitt aus ihrem jüngsten Weihnachtsmärchen zeigen.

Vielleicht dreht ja dessen Held "Pinocchio" Petrus eine Nase ... (siehe auch Tipps links)