Blankenburg. Ein Ausflug an die Stätten seiner Kindheit wurde gestern einem 56-jährigen Mann zum Verhängnis. Bei einem Sturz unterhalb des Regensteinmassivs zog er sich laut Rettungskräften schwere Verletzungen am Kopf und mehrere Knochenbrüche zu. Lebensgefahr soll jedoch nicht bestanden haben.

Das vorfrühlingshafte Wetter hatte Dieter L. aus Zittau gemeinsam mit seiner Tochter und derem Lebensgefährten an den Regenstein gelockt. Der Mann hatte seine Kindheit in Blankenburg verbracht und war später in den östlichsten Zipfel Sachsens gezogen. Da eine Geburtstagsfeier anstand, war die Familie wieder in der alten Heimat beisammen. Der Ex-Blankenburger wollte bei dieser Gelegenheit der Tochter und deren Freund zeigen, wo er als Kind oft herumstromerte. Und so kletterten die drei gegen 10 Uhr unterhalb des Regensteinsmassivs über die Felsen. Plötzlich rutschte Dieter L. weg, stürzte und fiel einen etwa 25 Meter langen Abhang hinunter, schilderten seine Begleiter.

Schwierige Bergung

Zum Glück hatten sie ein Mobiltelefon dabei und konnten noch von der Unglücksstelle die Rettungskräfte alarmieren. Allerdings verging bis zum Eintreffen der Retter einige Zeit, da die Anfahrt durch unwegsames Gebiet kompliziert war. Zudem war die Beschreibung des Unfallorts durch die Ortsunkundigen nur grob und vom Abstellort der Einsatzfahrzeuge nicht einsehbar.

Letztlich fanden Mediziner und Feuerwehrleute aber doch zur Unfallstelle und versorgten den Verunglückten. Der Mann war laut Aussagen der Rettungskräfte ansprechbar, hatte sich bei seinem Sturz aber offenbar mehrere Knochenbrücke und Verletzungen am Kopf zugezogen. Schwerstarbeit hatten danach die Kameraden der Blankenburger Feuerwehr zu verrichten: Unterstützt durch die Rettungssanitäter transportierten sie den auf der Trage liegenden Verletzten einen Steilhang hinab. Danach wurde er per Hubschrauber nach Nordhausen geflogen.