Die Christdemokraten nominieren Reiner Mämecke einstimmig zur Bürgermeisterwahl der Stadt Oberharz. Mämecke ist neben Frank Damsch (Tanne, SPD) und Heiko Kaschel (Hasselfelde, parteilos) der dritte Bewerber zur Wahl am 20. März. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 21. Februar, 18 Uhr.

Benneckenstein. "Ich habe den Entschluss nicht über Nacht gefasst, lange überlegt, auch mit der Familie gesprochen, ich trete an!"

Das sagte Reiner Mämecke am Freitagabend im Haus des Gastes Benneckenstein vor etwa 30 applaudierenden Christdemokraten der Region. Die hatten sich gerade in einer zum Teil turbulenten Versammlung zu einem neuen Stadtverband zusammenge-rauft (siehe oben) und dann in einer anschließenden Versammlung Mämecke einstimmig zum Kandidaten für die Bürgermeisterwahl der Stadt Oberharz am 20. März gekürt.

Reiner Mämecke ist in Allrode geboren, seit 1985 in der CDU und war von 1990 bis 2001, teils hauptamtlich, teils ehrenamtlich Bürgermeister von Allrode. Er hat den Ort 1993 von Quedlinburg in den damaligen Kreis Wernigerode geführt. "Insofern war ich schon immer für den Oberharz", merkte Mämecke rückblickend in seiner Vorstellung vor den Parteifreunden an.

Seit dem Anschluss Allrodes an Thale gehört der Mitarbeiter des Bauamts der Stadt Oberharz dem CDU-Verband Hochharz/Hasselfelde und nun "Stadt Oberharz" an. Für den Fall des Wahlsiegs hat sich Mämecke vor allem die Förderung des Zusammenwachsens in der noch jungen Stadt Oberharz mit all ihren Orten und ihrem touristisch-wirtschaftlichen Potenzial auf die Fahnen geschrieben. Er will sein Wahlkampfkonzept in Kürze vorstellen.

Die Parteifreunde stärkten dem neben Heiko Kaschel (parteilos, Hasselfelde) und Frank Damsch (SPD, Tanne) nun dritten Kandidaten für das Amt außer mit der einstimmigen, geheimen Wahl auch mit Worten den Rücken.

Mämecke kämpfe immer mit Herzblut für seine Ziele, auch wenn das manchmal für andere unbequem würde, anerkannte CDU-Kreischef und Landtagskandidat Ulrich Thomas.

"Die Wahl des Bürgermeisters der Stadt Oberharz ist eine wichtige Entscheidung, davon hängt auch ab, was für die Bürgerinnen und Bürger hier in den nächsten sieben Jahren passiert oder nicht passiert," sagte Landrat Michael Ermrich. Er betonte, dass mit Mämecke jemand antrete, der Bürgermeister- und Verwaltungserfahrung habe und nicht vordergründig auf einen Ort fixiert sei, sondern integrierend wirken könne. Kreisverbands-Vizechefin Angela Gorr begrüßte die Wahl ausdrücklich und wünschte alles Gute.

Mämecke dankte mehrfach für das in ihn gesetzte Vertrauen und versprach: "Wenn ich etwas mache, dann will ich es auch richtig machen."