Derenburg. 100 Kinder tummeln sich zurzeit in der Kindertagesstätte "Strohköpfchen". "Doch es könnten noch mehr sein", versicherte Ute Stasch, die Leiterin der Einrichtung. Es gäbe laufend Anmeldungen in der Tagesstätte, aber das Maximum sei längst erreicht. Erst in diesem Jahr wurde der Aufenthaltsraum der Erzieherinnen in den Keller verlegt, um einen weiteren Gruppenraum zu schaffen, in dem sechs Krippenkinder betreut werden.

Veronika Höhlich, stellvertretende Leiterin, betonte, dass dies nur eine Übergangslösung sei und trotzdem noch nicht genügend Platz zur Verfügung stehe. "Es müsste auch mal wieder renoviert werden. Viele Dinge, wie zum Beispiel ein Teil der Möbel, sind noch dieselben, wie zur Eröffnung des Kindergartens im Jahr 1987", ergänzte die Erzieherin.

Diese Umstände waren Grund genug für ein gemeinsames Treffen von Ortsbürgermeister Reinhard Brandt, seinem Stellvertreter Hans-Joachim Zedler sowie Ute Stasch und Veronika Höhlich, die ihre Probleme dem Landtagsabgeordneten Dr. Ronald Brachmann (SPD) vortrugen. Reinhard Brandt berichtete, dass ein Anbau an das bestehende Gebäude schon einmal geplant gewesen sei, auch wenn es sich damals um eine Eingliederung des Schulhorts handelte. Dieses Vorhaben habe das Landesverwaltungsamt allerdings abgelehnt. Der Hort wurde inzwischen in das historische Schulgebäude integriert. Aber nun stehe der Ausbau der Kindertagesstätte wieder zur Debatte. "Gegen den allgemeinen Trend können wir uns hier in Derenburg über viel Nachwuchs freuen. Doch es kann natürlich nicht sein, dass die Eltern ihre Kinder teilweise in Kindertagesstätten in anderen Orten wie zum Beispiel Heimburg unterbringen müssen, weil wie nicht genügend Plätze stellen können", erklärte Brandt.

Kommune muss erst einen Plan erstellen

"Auch ich sehe hier dringenden Handlungsbedarf" erklärte Brachmann. Allerdings müsse die Kommune "einen ordentlichen Plan erstellen", erst dann könne über weitere Schritte nachgedacht werden. Reinhard Brandt fühlte sich direkt angesprochen und versprach: "so schnell wie möglich eine Grundlage zu schaffen, um die Situation der Kinderbetreuung in Derenburg deutlich zu verbessern."