Schierke (ru). Das altehrwürdige Nobelhotel "Heinrich Heine", einst "Fürst zu Stolberg", ist eingestürzt. Konkret ein Veranda-Anbau ist in sich zusammengebrochen. Zu Schaden kam niemand, das denkmalgeschützte Gebäudeensemble steht seit Jahren leer.

Schon vor fast zwei Wochen hat Schierkes Ortschaftsrat die Stadtverwaltung von dem Umstand informiert und "dies auch der Kreisbehörde in Halberstadt schriftlich mitgeteilt", sagt Bürgermeisterin Christiane Hopstock auf Volksstimme-Nachfrage. Sie und auch die anderen Ratsleute drängen nämlich sehr darauf, dass das Haus samt Grundstück gesichert wird, zum Beispiel durch einen Absperrzaun. Oft spielen Kinder in solche Ruinen, auch werden sie von Brandstiftern heimgesucht, befürchten die Schierker, an den Großbrand in der ehemaligen Möbelfabrik in Wernigerode erinnernd.

Verantwortlich für die Sicherung seien in erster Linie die Hotel-Eigentümer, die im Ausland wohnen und deshalb schwer zu "kontaktieren" seien. Mitverantwortung, so die Bürgermeisterin weiter, trage auch das Bauordnungsamt in Halberstadt, das bislang nicht reagiert habe.

Auf der gestrigen Volksstimme-Anfrage teilte die Pressestelle der Harzkreisverwaltung mit, dass im Bauordnungsamt über den eingestürzten Gebäudeteil nichts bekannt sei. Die Mitarbeiter wollen deshalb heute das Schierker Hotel besichtigen, um die Gefahrenlage zu prüfen und eventuell Auflagen zur Sicherung festzulegen.

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