Die BMX- und Skateboardfahrer bekommen weitere Unterstützung. Sowohl Bürgermeister als auch Blankenburgs Polizeichef wollen helfen, dass sie ihr eigenes Areal bekommen. Der Rodelclub hat den Kindern und Jugendlichen inzwischen eine Mitgliedschaft angeboten, damit sie versichert sind und auch Fördergeld beantragt werden kann.

Blankenburg (jmü). "Aus unserer Sicht ist das Gelände neben dem Sportforum ideal" sagt Hans-Joachim Busse, Leiter des Blankenburger Revierkommissariats. Er hat sich mit in die Diskussion um eine BMX- und Skateranlage für Blankenburgs Kinder und Jugendliche eingeschaltet, weil es schon öfter Beschwerden über die Kids gegeben hat und auch die ein oder andere Verwarnung ausgesprochen wurde. "Ein BMX-Rad ist ein Sportgerät und darf im öffentlichen Straßenverkehr nicht bewegt werden, weder auf Fußwegen noch auf der Fahrbahn", so Busse, dem es aber vor allem darum geht, die Kinder und Jugendlichen vor Gefahren zu schützen. Dies wolle er auch noch einmal den Eltern bei einer geplanten Versammlung verdeutlichen, zu der demnächst eingeladen wird.

Einer dieser Eltern ist Lars Lorenz. Sein 15-jähriger Sohn gehört mit zu jener Gruppe, die sich ein geeignetes Gelände wünscht, auf dem sie ihr Hobby ausüben kann. "Sie wissen wirklich nicht, wohin", sagt Lars Lorenz. Deshalb ist er froh, dass nun eine breite Diskussion angeschoben wurde, die auch schon erste konkrete Ergebnisse gebracht habe. So werde es auf der nächsten Beratung - morgen Abend ab 18 Uhr im Jugendzentrum Georgenhof - unter anderem auch darum gehen, ob die Jugendlichen das Angebot vom Blankenburger Rodelclub annehmen und dort Mitglied werden. Damit wären sie zum einen versichert. Zum anderen könnte der Verein aber auch Förderanträge stellen - zum Beispiel zum Bau von Hindernissen. Vereinsvorsitzende Dr. Karin Hüfner: "Wir sind zwar nur ein sehr kleiner Verein, aber wir trauen uns zu, alles organisatorisch zu meistern." Sie schlägt den BMX- und Skaterfreunden eine eigene Abteilung innerhalb des Vereins vor. Ein weiteres Plus: "Unser Jahresbeitrag ist mit 60 Euro doch sehr moderat." Zudem beteiligt sich der Rodelclub auch an dem Projekt "Jedem Kind sein\' Verein", über das per Gutschein bei den Rodlern auch "reingeschnuppert" werden kann.

Bürgermeister Hanns-Michael Noll versichert auf Nachfrage: "Aufgrund des großen Engagements der Jugendlichen haben wir von Seiten der Stadt die Weichen gestellt. Sowie sie sich für einen Verein entschieden haben, liegt der Vertrag unserer Wohnungsgesellschaft zur Nutzung des angebotenen Geländes unterschriftsreif vor."

Für Lars Lorenz ist dies aber nur ein Mosaikstein. "Der Grundstein liegt für mich darin, dass wir alle Eltern überzeugen müssen, dass sie ihren Kindern auch erlauben, in den Verein einzutreten. Weil es notwendig ist, damit sie einen abgesicherten Platz zum Fahren haben", so der Familienvater, der in Kürze Einladungen für ein Elterntreffen verschicken wird.

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