Seit 2009 arbeiten ein Team der Hochschule Harz und die Wernigerode Tourismus GmbH an einem gemeinsamen Projekt. Jetzt steht die "Wander-iPhone-App" unmittelbar vor seiner Vollendung. Damit lassen sich bestimmte Routen künftig einfach herunterladen.

Wernigerode. Die klassische Wanderkarte hat zwar noch längst nicht ausgedient. Allerdings erhält sie jetzt Konkurrenz. Nach bald zwei Jahren neigt sich ein gemeinsames Vorhaben von Hochschule Harz und Wernigerode Tourismus GmbH seinem erfolgreichen Ende entgegen. Die "Wander-iPhone-App" soll künftig Besuchern der Region den richtigen Weg weisen.

"Wir wollen damit gezielt ein jüngeres Klientel ansprechen", sagt Erdmute Clemens. Die Geschäftsführerin: "Unsere erste Überlegung war, wir starten mit einem ausleihbaren Guide." Der wird aber in der Anschaffung sehr teuer. Deshalb ist letztlich die Entscheidung für die sogenannte Handy-Applikation, genannt iPhone-app, gefallen.

Das neue Angebot wird es in den Versionen ohne und mit Internetanschluss geben, erläutert Sabrina Schneider. Laut der wissenschaftlichen Mitarbeiterin am Kompetenzzentrum Tourismus der Hochschule Harz besitzt das erstere System den Vorteil, auch ohne Empfang Zugriff auf die gewünschten Daten zu besitzen. Bei der zweiten Variante kann der Interessent auf Kartenmaterial für ganz Deutschland zugreifen.

Ganz wichtig ist den Entwicklern des unter Leitung von Prof. Dr. Axel Dreyer stehenden Projektes, dass alle Angaben den tatsächlichen Bedingungen entsprechen. Darunter befinden sich nicht nur Informationen zu Streckenlängen und Höhenprofilen. Abrufbar sind auch Auskünfte zu Sehenswürdigkeiten entlang der Wege, wieviel Zeit dafür eingeplant werden muss oder welches jahreszeitlich bedingte Rüstzeug dafür erforderlich ist.

Für den Anfang stehen sieben Routen zur Auswahl (siehe Info-Kasten). Zunächst als kostenloser Service. Erdmute Clemens: "Wenn der Nutzer dann von dem Produkt überzeugt ist, wird er auch bereit sein, dafür zu bezahlen." Künftig könnte auch Wissenswertes zur Gastronomie, den Stempelstellen der Harzer Wandernadel und anderem mehr eingespeist werden, blickt Sabrina Schneider voraus.

"Anfangs ist es wichtig, das Programmangebot nicht zu überfrachten", so die Tourismuschefin. Erdmute Clemens begründet: "Es ist ein relativ neues Feld." Für die Partnerschaft mit der Hochschule Harz ist sie im Übrigen sehr dankbar. Um möglichst korrekte Angaben zu sammeln, mussten die Wanderwege von den Mitarbeitern komplett abgeschritten werden. Allein hätte die Tourismus GmbH diesen hohen Aufwand niemals bewältigen können, weiß die Geschäftsführerin.

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