Überraschende Wende in Sachen Vereinsbeitritt der BMX- und Skateboardfahrer. Nach Angeboten des Motorsportclubs, des SV Lok und des Rodelclubs entschieden sich die Jugendlichen am Mittwochabend für ein Angebot des Vereins OFuS.

Von Diana Stiebe-Scholz

Blankenburg. Eine Gruppe von mehr als 20 BMX- und Skateboardfahrern in Blankenburg möchte ihren Freizeitsport auch im Interesse der Eltern, Stadtverwaltung und Polizei legal ausüben. Nachdem ihnen in vorhergehenden Beratungen bereits ein Areal und weitreichende Unterstützung zugesagt wurde (wir berichteten), musste noch an einer Grundvoraussetzung gearbeitet werden. Die Jugendlichen sollten sich einem Verein anschließen. Denn nur diese Mitgliedschaft ermöglicht ihnen, versichert zu sein und Fördergeld zum Bau einer Anlage beantragen zu können.

Um dies zu klären, trafen sich am Mittwoch erneut im Jugendfreizeitzentrum Georgenhof die jungen Sportler, Vertreter der Stadt, der Eltern und des Rodelclubs sowie des Vereins OFuS (Organisation für Fitness und Selbstverteidigung). Zunächst wurde von den Jugendlichen ein Missverständnis angesprochen, dass sie sich schon für den Rodelklub entschieden hätten. Porfirios Sidiropulos, gewählter Sprecher der BMX\'er und Skater, sagte: "Wir fühlen uns von den Erwachsenen übergangen. Wir wissen, dass sie uns helfen wollen und freuen uns darüber. Aber wir haben den Eindruck, dass über unsere Köpfe hinweg entschieden wurde." Quartiersmanagerin Manuela Hasenfuß und Elternsprecher Lars Lorenz erklärten, dass es nach dem jüngsten Treffen so ausgesehen hätte, als ob sie sich entschieden hätten. Sie räumten aber sofort ein, dass die Gruppe natürlich selbst entscheiden kann und soll.

Dr. Karin Hüfner, Vorsitzende des Rodelclubs, und OFuS-Sprecher Olaf Anderfuhr stellten im Anschluss ihre Vereinsstrukturen und Satzungen vor. Beide versprachen, sich um die Förderanträge zu kümmern und die Jugendlichen auch sonst so gut wie möglich bei ihrem Sport zu unterstützen. Für die Jugendlichen war am Ende der Vereinsbeitrag der ausschlaggebende Punkt. Beim Rodelclub beträgt die Gebühr generell im Jahr für alle Mitglieder unter 18 Jahren 60 Euro.

Sidiropulos interessierte aber auch die Verwendung des Geldes. "Ihr würdet dann als ordentliche Mitglieder des Vereins natürlich auch Stimmrecht über die Verwendung von Geldern besitzen" erläuterte Karin Hüfner. Doch die Jungendlichen entschieden sich für OFuS. Als Grund nannten sie, dass dieser Verein ihnen zusichere, neben der festgelegten drei Euro Jahresgebühr für Versicherungen über den Rest des Vereinsbeitrags selber bestimmen zu können.

Mit diesem Ergebnis soll nun weitergearbeitet werden. "Wir müssen nun unseren Verein und die Eltern der BMX-er und Skater an einen Tisch bringen, eine eigene Sparte gründen und gemeinsam daran arbeiten, wie das Projekt Skaterpark in die Realität umgesetzt werden kann", so Anderfuhr.