Blankenburg (euh). Zu Beginn der neunten Sitzung des Stadtrats Blankenburg am Donnerstagabend im Rathaussaal gedachten die Ratsmitglieder des in der vorigen Woche verstorbenen Fraktions- vorsitzenden der Partei Die Linke, Joachim Pflaumbaum. Den Fraktionsvorsitz im Stadtrat hat nun der Hüttenröder Joachim Borchert inne. Den verwaisten Sitz im Parlament nimmt die Blankenburgerin Kerstin Lütje ein. Sie ist von Beruf Krankenschwester und wurde vor dem weiteren Abarbeiten der Tagesordnung von Stadratspräsidentin Birgit Kayser für ihr neues Ehrenamt vereidigt.

Zustimmung aller Räte gab es für die Schiedspersonen, die bis 2015 ihr Ehrenamt ausüben werden. Es sind die bisherigen erfahrenen Obleute geblieben: Armin Olbricht als Vorsitzender der Schiedsstelle 1 und dessen Stellvertreterin Hannelore Corcoran sowie Edith Mudrow als Vorsitzende der Schiedsstelle 2 mit ihrer Stellvertreterin Gudrun Keller.

Für die geplante Photovoltaikanlage am Regenstein war noch ein Punkt abzuwägen: die Eingrünung des Geländes. "Dies ist nicht komplett, aber teilweise möglich", sagte Bauamtschef Joachim Eggert in seinen Ausführungen. Dafür votierten alle Räte. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan "Kallendorfer Weg" von 2004 wurde einstimmig aufgehoben. Das Vorhaben habe sich als nicht erfolgsversprechend herausgestellt, hieß es.

Ebenso wurde der Vorhaben- und Erschließungsplan "Ver-kaufseinrichtung Firma Metzen" in der Alten Halberstädter Straße einstimmig aufgehoben. Dort, wo seit mehr als einem Vierteljahr mit einem "Ausverkauf" geworben wird, ziehe demnächst eine Metallbaufirma aus Hüttenrode als neuer Eigentümer ein.

Die Sanierung der Jordansbrücke in Cattenstedt, über die der Europäische Fernrad-Wanderweg R1 führt, wurde einschließlich einer Wegeanpassung einstimmig beschlossen, nachdem entsprechende Genehmigungen des Landes vorliegen und damit alle Voraussetzungen geschaffen seien.

In Heimburg wird der Hohlweg nach einstimmigem Votum der Stadträte unter Beteiligung der Anwohner nach Straßenausbaubeitragssatzung grundhaft ausgebaut.

Ebensolche Zustimmung fand der Straßenausbau der "Insel" (Stichstraße Harzstraße) in Wienrode. Dort soll auch Fördergeld eingesetzt werden können.