Die Talsperre funktioniert - und die gerade installierte Flussturbine hält auch stärkeren Fluten stand. Das ergab die überraschende Funktionsprobe am Mittwoch an der Talsperre Wendefurth.

Altenbrak/Wendefurth (euh). Einen Härtetest musste am Mittwochvormittag das kleine Demonstrationskraftwerk "River Rider" oder "Flussreiter I" im Auslauf der Wendefurther Bodetalsperre überstehen.

Aus dem Staubecken wurde dazu für einige Zeit die zehnfache Menge des sonst üblichen Wassers in die Bode abgelassen. Es war eine der regulär jährlich vorzunehmenden Funktionsproben, bei der alle Teile des Stauwerks getestet werden (wir berichteten).

Im Ergebnis erwies sich nicht nur die Talsperre als intakt, sondern überstand auch das schwimmende Kraftwerk den Test ohne jegliche Störung. Selbst, als sich der Wasserstand im Tosbecken am Mauerfuß um etwa zwei Meter anhob, blieb das mit Stahlseilen verankerte Aggregat stabil. Beim später wieder fallenden Wasserstand sank es problemlos an seinen vorherigen Platz.

Auch die Forellenzuchtanlage in Altenbrak hatte keine Probleme mit der Welle. Lediglich etwas trüber und aufgewühlter sei der Fluss kurzfristig gewesen, hieß es dort.

"Also, Wasser marsch und Stromerzeugung frei!", so Michael Strobel, Geschäftsführer der Talsperren-Wasserkraft Sachsen-Anhalt GmbH Blankenburg/Harz, als Initiator dieses Modellversuchs.

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