120 Feuerwehrleute aus neun Ortswehren und weitere Helfer übten am Sonnabend einen Großeinsatz: Die Baumannshöhle mit Goethesaal musste wegen eines Feuers oder Ähnlichem geräumt werden, 15 Verletzte waren zu retten. Erste Auswertung: Die Aufgabe wurde sehr gut gemeistert.

Rübeland/Stadt Oberharz. Als am Sonnabend in neun Orten der Stadt um 14.14 Uhr die Sirenen und kurze Zeit später die Signale der Feuerwehrautos zu hören waren, ging es zum Glück nicht um einen Ernstfall.

Grund für den Einsatz war die erste Großübung von fast allen Feuerwehren der Stadt Oberharz, nur Trautenstein und Stiege blieben zur Sicherheit in Bereitschaft.

Bei der Übung wurde ein Feuer oder Ähnliches in der Baumannshöhle Rübeland angenommen, und zwar während einer der dort regelmäßig stattfindenden Kulturveranstaltungen mit hunderten Besuchern. Das Übungsszenario ging von einer Zahl von mindestens 15 "verletzten Personen" aus.

Neben den Feuerwehren aus Rübeland, Neuwerk, Elbingerode, Königshütte, Elend, Tanne, Benneckenstein, Hasselfelde und Sorge (Verpflegung) waren auch die Gruppen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus Rübeland, Benneckenstein und Halberstadt sowie die Feuerwehrtechnische Zentrale Wernigerode vor Ort. Letztere baute ihren Spezialcontainer für die Betreuung einer größeren Zahl von Verletzten auf dem Großparkplatz in Rübeland auf.

"Wir mussten davon ausgehen, dass sich die Menschen wegen des Ereignisses in der gesamten Baumannshöhle verstreut haben. Die Räumung und Rettung gestaltete sich also recht schwierig, aber genau das wollten wir ja auch üben", so Stadtwehr- und Einsatzleiter Dirk Czekay.

Mit vor Ort waren neben der Stadtwehrleitung Oberharz auch Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse und Oberharz-Ordnungsamtsleiter Roland Krebs. Nicht vor Ort erschienen die Rettungssanitäter. Es war der einzige Wermutstropfen, hieß es, diese Aufgabe musste dann eben von der Feuerwehr mit übernommen werden. Was, so Czekay, auch gelang.

Höhlenraum für Höhlenraum wurde bei dem größten Einsatz dieser Art gesichert, die "Verletzten" über die Treppe hinab und zum Versorgungsstützpunkt getragen. Dabei hat sich ein Hasselfelder Kamerad leicht verletzt und wurde zur Sicherheit ins Krankenhaus gebracht. Es blieb der einzige Zwischenfall. Gegen 17.15 Uhr hieß es "Höhle frei!". Beendet war die Übung dann gegen 18 Uhr.

"Die Einsatzkräfte verdienen großen Respekt, waren mit sehr viel Eifer und diszipliniert dabei, das Zusammenspiel funktionierte sehr gut", resümierte Stadtwehrleiter Czekay, und: "Es gibt nichts zu bemängeln."

Nach dieser ersten Auswertung mit Dank an alle Beteiligten sollen nun in den Feuerwehren die Einzelheiten genau durchgesprochen werden, um dann in einer Art Rückmeldung eine detaillierte Gesamteinschätzung zu erarbeiten.