Blankenburg (euh). Herbert Brückner feierte am vergangenen Sonntag seinen 90. Geburtstag. Dazu gratulierte ihm im Namen des Landrats und der Stadtverwaltung Joachim Eggert als Stellvertreter des Blankenburger Bürgermeisters herzlich.

Der Jubilar stammt aus der Sachsen-Hauptstadt Dresden, aus der seine Familie im Zweiten Weltkrieg fliehen musste und hier im Harz eine neue Heimat fand. Zunächst führten die Kriegswirren den damals jungen Soldaten in ein Lazarett nach Wernigerode. Dort lernte er auch seine spätere Frau kennen.

In Wernigerode und danach in Blankenburg arbeitete Herbert Brückner einige Jahre als Fleischer. Dann sattelte er um und war während der vergangenen 20 Jahre seines Berufslebens als Anlagenfahrer im FEW beschäftigt.

Viel und gern gereist

Zur Familie gehören eine Tochter, zwei Enkel, vier Urenkel und ein Ururenkel. Sie alle feierten am Sonntag in einem kleinen Gasthof im Wernigeröder Ortsteil Silstedt in gemütlicher Runde den Geburtstag des "Familienältesten". Nicht miterleben konnte dies sein Sohn, der leider viel zu früh verstarb.

"Tägliche Spaziergänge sind für mich sehr wichtig", sagt der rüstige Senior, der damit auch sein hohes Alter bei guter Gesundheit erklärt. "Und ein Schluck Enzian zum täglichen Aufwecken der Lebensgeister", fügt er schmunzelnd hinzu.

Seit 46 Jahren wohnt Herbert Brückner in seiner behaglichen Wohnung in der Georg-Schultz-Straße, umgeben von vielen freundlichen Nachbarn. Früher reiste er gern und viel. Davon erzählt er oft: Von seinen Reisen in zunächst fast alle östlichen Urlaubsländer, zweimal sogar mit der "Völkerfreundschaft", und später dann in den restlichen Teil der großen weiten Welt.