In Vertretung des Bundespräsidenten ehrte am Sonnabend Sachsen-Anhalts Umweltminister Hermann Onko Aeikens den Blankenburger Harzklub-Zweigverein. Er verlieh den aktiven Wanderfreunden die Eichendorff-Plakette.

Blankenburg. Umweltminister Hermann Onko Aeikens lobte in der Festveranstaltung im "Gut Vogtländer" die Arbeit der Zweigvereinsmitglieder, deren Gemeinschaft er als einen der aktivsten Zweigvereine im Harz bezeichnete. Außerdem hielt er sich im Schwärmen über die Blütenstadt kaum zurück: "Blankenburg ist so schön, dass man den Ort eigentlich jeden Tag besuchen möchte", sagte Aeikens, als er der Zweigvereinsvorsitzenden Vera Hoppe die nach dem Dichter Joseph von Eichendorff benannte Medaille überreichte.

Zu Beginn der Versammlung hatten die Harzfreunde mit einer Schweigeminute ihres im März verstorbenen Mitglieds Joachim Pflaumbaum gedacht.

Vera Hoppe blickte dann weit zurück in die Historie des Harzklubs, der am 8. August 1886 in Seesen gegründet worden war. Bekannte Harzer wie der Eisenbahndirektor Albert Schneider aus Blankenburg und der Buchhändler Heinrich Conrad Huch aus Quedlinburg waren damals die Initiatoren. Zehn Männer, fünf davon aus Blankenburg, riefen in den damals größten Harzzeitungen zur Vereinsgründung auf.

Am 8. August 1886 trafen sich dann in Seesen 62 Vertreter aus 23 Orten des Harzes und gründeten den Harzklub. Dessen erster Vorsitzender war Albert Schneider, sein Stellvertreter der Oberförster Karl Reuß aus Goslar. Ein Jahr später gab es die erste Delegiertenversammlung. Zu dieser Zeit bestand der Harzklub bereits aus 23 Zweigvereinen mit 1134 Mitgliedern. Der Blankenburger Zweigverein war einer der mitgliederstärksten. In den folgenden 25 Jahren wuchs der Harzklub auf mehr als 100 Zweigvereine mit etwa 18 500 aktiven Mitgliedern an.

Die Blankenburger gehören heute noch zu den aktivsten Harzfreunden und bringen auch Nicht-Mitgliedern stets die Harzer Natur und Landschaft näher. Neben regelmäßigen Wanderungen beschäftigen sie sich mit dem Erhalt sowie der Pflege und Beschilderung des Wanderwege-Netzes. Außerdem kümmern sie sich um das Herbergsmuseum.

Große Unterstützung bekommt der Harzklub von der Arbeitsförderungs-Gesellschaft Elbingerode (AFG), dem Verein "Brücke", der SETA und der Stadtverwaltung Blankenburg. Ein besonderes Dankeschön richtete Vera Hoppe an Otto Ebert, der dem Zweigverein 500 Euro gespendet hatte.