Timmenrode. Bereits in der vorangegangenen Sitzung des Timmenröder Ortschaftsrates wurde der Ausbau der Warnstedter Straße heftig diskutiert und schließlich mehrheitlich entschieden, in einem ersten Abschnitt zunächst nur den südlichen Fußweg bis zur Einmündung Silberweg auszubauen. Doch nach einem Veto einiger eigener Vertreter im Stadtrat wurde diese Absicht fallengelassen (wir berichteten). Deshalb stand das Thema jetzt erneut auf der Tagesordnung. In der Art dieses Vorgehens sah Ortsbürgermeisterin Christa Lesemann einen Verstoß gegen demokratische Regeln, immerhin sei die Abstimmung im Ortschaftsrat mehrheitlich erfolgt.

Dem vorausgegangen war auch eine Anwohnerversammlung, in der sich keine Mehrheit für eine der beiden Varianten ergab. Inzwischen gibt es neben dem ersten Vorhaben, "welches mit rund 28000 Euro veranschlagt ist", erklärte Bauamtsleiter Joachim Eggert, noch eine zusätzliche Variante für Fußwege auf beiden Straßenseiten für rund 68000 Euro.

Für beide Varianten gilt aber, dass die Grundstückszufahrten von den Eigentümern auf eigene Kosten anzulegen sind. "Das kann nicht Sache der Stadt sein", meint Eggert. Zudem würden die Besitzer auch noch für die Sanierung mit Straßenausbaubeiträgen herangezogen. "Weil es dafür keine Förderung gibt, beträgt der Anteil der Anwohner rund sechzig Prozent", machte Eggert deutlich.

Das wiederum war den Bürgern bei deren Treffen mächtig aufgestoßen. Und schon war wieder die heftigste Diskussion im Gange, wobei sich die im Rat vertretenen Anlieger heraus hielten. Doch Ratsmitglied Uwe Forstner warnte auch: "Wenn wir es jetzt nicht machen, wird es möglicherweise nie mehr passieren." Dem schlossen sich auch andere an, die das vorhandene Geld dann an anderen Stellen schon verbucht sahen.

Der erneuten Diskussion folgte der Sinneswandel. Nun sollen in einem ersten Abschnitt bis zur Einmündung Silberweg beide Seiten ausgebaut werden, mit einem anderthalb Meter breiten Fußweg und Rasenflächen. Die Grundstückseinfahrten bleiben dabei allein Sache der Anlieger, war die mehrheitliche Meinung von fünf zu drei Bürgervertretern.

Mit dieser Empfehlung kann nun im Stadtrat weiter verhandelt werden, während die Weiterführung bis zum früheren Bahnübergang erst nach einer Lösung des Problems Oberflächenwasser möglich sein wird. "Daran sind Landkreis, Zweckverband und wir beteiligt", berichtete Eggert. Bis zu einer Entscheidung könne es noch lange dauern.