Noch bis zum 29. Mai stellt der Oehrenfelder Kreistags- und Stadtverordnete Martin Wirth (72) in Ilsenburgs Landhaus "Zu den Rothen Forellen" Aquarelle aus. Gezeigt werden im Foyer 32 Bilder, die zum Teil 20 Jahre oder noch älter sind.

Ilsenburg/Darlingerode. Wenn es die Zeit erlaubt, sitzt der Oehrenfelder stundenlang Skizzen zeichnend an einem Feldweg: "Ich male, seit ich den Pinsel halten kann", meint Martin Wirth, 72.

Mit 32 Aquarellen stellt er seit einigen Tagen und noch bis Ende Mai einen repräsentativem Querschnitt seiner Arbeiten im Foyer des Landhauses "Zu den Rothen Forellen" in Ilsenburg aus. "Im Harz da ist es wunderschön" lautet der Titel. Alle Arbeiten dafür sind in freier Natur entstanden. Es sind Momentaufnahmen, die es heute so schon gar nicht mehr gibt. In den 1970-er und 1980-er Jahren hat sich einiges verändert.

"Richtig künstlerisch tätig bin ich meist nur im Urlaub", gesteht Martin Wirth. Ein Teil der Aquarelle sei jetzt schon verkauft, andere sind aus urheberrechtlichen Gründen nicht zu erwerben.

Wirth gilt als außerordentlich streitbarer Ökologe: kompromisslos in der Sache. Die Natur selbst kann sich nicht wehren, so offenbar sein Credo.

"Schwierig, die Rechnung ohne den Wirth zu machen"

Sowohl im Kreistag, wie auch im Ilsenburger Stadtrat hat der doppeldeutige Satz: "Es ist schwierig, die Rechnung ohne den Wirth zu machen" insofern durchaus seine Berechtigung.

Dabei scheinen Wirths ausgestellten Aquarelle doch auch eine ganz andere Facette des Mannes zu offenbaren, der ursprünglich aus der Goldenen Aue stammt: den Sinn fürs Detail, die ausgesprochene Sensibilität eines Naturliebhabers und zudem die intensive Beziehung zu Landschaften, die längst auch seine Heimat geworden sind.

Seine Intention, in Abstimmung mit der Tourismus GmbH war es, mehr Werbung für den Fremdenverkehr in der Region zu machen. Hotelgäste, die vielleicht zum ersten Mal im Harz sind, dürften die Arbeiten auf jeden Fall neugierig machen. Und Einheimische werden mit Sicherheit manch lauschiges Plätzchen wieder entdecken, an dem sie selbst schon gesessen und vielleicht sogar fotografiert haben. Wirths Aquarelle wurden bereits in vielen Harzorten, in Goslar, oft in Wernigerode und selbst im Magdeburger Umweltministerium ausgestellt.

 

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