Von Jens Müller

Wernigerode. 32 Teilnehmer aus aller Welt, eine hochrangige Jury und 180 zahlende Zuhörer im KiK waren für Rainer Hochmuth vom städtischen Kulturmanagement Anlass, die zweite Auflage des Klavierwettbewerbs "Neue Sterne" als durchweg positive Veranstaltung zu werten. Vor den Mitgliedern des Kulturausschusses verwies er darauf, dass bei der Premiere im Vorjahr lediglich neun Eintrittskarten verkauft worden seien, heuer immerhin schon 180. "Obwohl die Vorrunden sehr lange dauerten, waren immer 20 bis 60 Gäste im Saal. Beim Finale mit Orchester sogar 120", so Hochmuth. Kulturausschussmitglied Rainer Schulze (SPD) konnten diese Zahlen hingegen nicht freudig stimmen. "Von der Qualität, die dort geboten wurde, ist die eigentliche Resonanz doch beschämend gering", meinte er. Er würde sich deshalb mehr Werbung für solch eine hochkarätige Veranstaltung wünschen. Auch der Inhalt der Plakate sei kaum zu erkennen gewesen.

Diese Kritik wollte jedoch Andreas Heinrich nicht auf sich sitzen lassen. "Wir haben alle Kanäle genutzt, sogar alle Partner des Kammerorchesters wurden angeschrieben", so der Sozialdezernent. Auch Ausschusschefin und CDU-Politikerin Angela Gorr hielt dagegen: "Es gab einige Beiträge in der Volksstimme und auch im Internet." Und Rainer Hochmuth ergänzte: "Wir haben 500 Handzettel und 150 Plakate verteilt, bis nach Ballenstedt. Und die waren ein echter Hingucker."

Auf Vorschlag der Ausschussvorsitzenden soll das Thema noch einmal im KiK-Beirat besprochen werden. Dann wird sicher auch die Frage eine Rolle spielen, ob das KiK mit seinem 700 Zuschauer fassenden Saal der richtige Austragungsort für solch einen Klavierwettbewerb ist. Und ob die von der Stadtverwaltung reservierten Veranstaltungstage mit publikumswirksameren Veranstaltungen belegt werden könnten. In diesem Jahr, so Rainer Hochmuth, seien noch drei Tage im KiK offen. Es laufen aber bereits Verhandlungen.

   

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