Mit einem Probealarm haben Feuerwehr und Grundschule das Verhalten im Notfall getestet. Erstmals bewährte sich dabei die neue Feuertreppe der Timmenröder Schule.

Timmenrode. "Wir haben gedacht, es brennt wirklich", war Klara Götze und Louis Anton Golla der Schreck noch anzumerken. Für die beiden Erstklässler bedeutete der Alarm in der Timmenröder Grundschule eine Premiere. "Wir testen in jedem Jahr", erklärte Ortswehrleiter Andreas Messner. "Deshalb kennen die Älteren das Signal bereits."

Die Besonderheit des diesjährigen Tests war allerdings die Flucht über einen zweiten Rettungsweg. "Im vergangenen Jahr erhielt die Grundschule nach langem Kampf dafür endlich eine Außentreppe", erklärte Bürgermeisterin Christa Lesemann. Sie wohnte ebenso wie Ordnungsamtsleiter Philipp Eysel der Übung bei.

Um der Sache Echtheit zu verleihen, wurde vorab der obere Flur verqualmt. "Damit müssen die Kinder diesen meiden", sagte Messner. Ein kurzer Blick durch die Tür reichte, um die Gefahrensituation zu erkennen. Verließen die jüngeren Schüler vom Erdgeschoss aus das Haus über den Hof zum Sammelplatz, stand den älteren ein weiter Weg bevor. Über die neue Treppe ging es um den ganzen Häuserblock. "Damit steht ihr der Feuerwehr nicht im Weg, wenn wir zum Löschen anrücken wollen", erläuterte Messner den Kindern anschließend. Obwohl längst alle aus dem Haus waren, tönte noch schrill die Alarmanlage. Doch Messner fand nicht nur den Abschalt-Knopf, sondern war auch mit dem Ablauf zufrieden. "Auf jeden Fall hat sich die Treppe aus dem Obergeschoss bewährt." Ähnlich sah es Schulleiterin Ines Schrader. Sie führte die Schülermeute an, weihte so die Feuertreppe offiziell ein. "Alles klappte, wie wir es mit der Lehrerin geübt haben", bestätigten die Erstklässler. "Uns fiel ein Stein vom Herzen, als es doch nicht brannte." Ob allerdings nach der Aufregung an ordentlichen Unterricht zu denken war? Kaum: "Es ist ja so spannend."

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