Die Altenpflegeschule des Diakonissen-Mutterhauses in Elbingerode kann erstmals auch Bewerber von den Arbeitsämtern mit Bildungsgutschein ausbilden. Alle dafür nötigen Zertifikate sind zuerkannt.

Elbingerode. Ab dem neuen Schuljahr können nicht nur freie Bewerber, sondern auch Arbeitslose, die einen Bildungsgutschein vom Arbeitsamt erhalten, in Elbingerode zum Altenpfleger oder zur Altenpflegerin ausgebildet werden. Die unumgänglichen Zertifikate dafür wurden errungen. Mutterhaus-Oberin Anita Rost gratulierte in einer Festandacht Altenpflegeschulchefin Kerstin Unterberg sowie Christiane Hilbert und Ilona Becker zu diesem Erfolg. Rund zwei Jahre lang haben die drei Konzepte erarbeitet, Gespräche geführt, Partner ins Boot geholt, Daten ausgewertet.

"Wir entschieden uns 2009, die Schule auch für diesen Bildungsweg fit zu machen", berichtete Kerstin Unterberg gestern. Da habe aber noch niemand geahnt, welche Mengen an Aufgaben und Papier auf das kleine Team zukam.

Zunächst war ein Qualitätsmanagement nötig, um überhaupt antreten zu können. "Aber man sah dabei, was man eigentlich schon alles macht, und was vielleicht besser geht", so die Schulchefin im Rückblick. Emsig wurden neben dem Unterricht die vielen Vorgaben Punkt für Punkt erfüllt.

Nun liegen die drei Zertifikate als Zugelassener Träger für die Aus- und Weiterbildung in der Altenpflege vor. Besonders stolz ist Kerstin Unterberg noch auf ein viertes Zertifikat, für das Schüler und Lehrer befragt wurden. Es bescheinigt eine gute Vermittlung christlicher Werte. Kerstin Unterberg: "Das ist wichtig, denn Respekt vor dem anderen, auch Andacht und Gebet gehören bei uns zur Arbeit für pflegebedürftige Menschen dazu."