Von Jens Müller

Wernigerode. Das "Bauwagenprojekt" im Stadtfeld startete am Donnerstag in seine elfte Sommersaison. Und einmal mehr weinte der Himmel dicke Freudentränen. Trotz des Gewitterregens ließen sich Dutzende Kinder mit ihren Eltern den Nachmittag aber nicht verdrießen. Sie malten, bastelten, lösten knifflige Quizaufgaben und trafen sich bei Kaffee und Kuchen zum gemütlichen Plausch. Regenerprobt hatten Barbara Cöster, Tim Eichmann und weitere Helfer von der Johannisgemeinde, dem Internationalen Bund und der Stadtjugendpflege mehrere Zelte aufgebaut, sodass der Auftakt nicht ganz ins Wasser fiel.

"Inzwischen ist der Bauwagen ein soziales Projekt geworden", sagt Barbara Cöster. Nicht nur, dass Kinder aller Altersgruppen und verschiedener Nationalitäten zum Spielen vorbeischauen. Bemerkenswert: Viele Mütter nutzen das Angebot auf der großen Wiese neben dem "Harzpark" inzwischen als beliebten, geradezu multikulturellen Treffpunkt. Sie passen auf ihre Kleinen auf und kommen miteinander ins Gespräch.

Dazu wird jetzt wieder jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag zwischen 15 und 18 Uhr an den Bauwagen eingeladen. Angeboten werden Spiele und Basteleien. "Wir versuchen aber auch, die Kinder sportlich zu beschäftigen", so Barbara Cöster. "Zweifelderball ist ein Muss", sagt sie. Besonders beliebt ist aber auch das "Wikinger-Schach".

Einer, der vom ersten Tag an die Bauwagen-Aktion begleitet, ist David Hellmund. Der 17-Jährige schaute auch am Donnerstag vorbei. "Hier können sich Kinder beschäftigen und richtig wohlfühlen", weiß er seit Kindertagen. Ein Garant dafür ist Barbara Cöster: "Sie ist immer für die Kinder da", lobt der Auszubildende ihren Einsatz auch über die Zeiten im Bauwagen hinaus. "Sie hilft vielen Menschen hier im Stadtfeld. Das ist ein wahrer Glücksgriff."