Ilsenburg (rar). Galt die Sanierung der Hochofenstraße wegen fehlender Fördermöglichkeiten noch zu Jahresanfang als ausgeschlossen, könnte dort im vierten Quartal doch noch Baustart sein. In diesem Fall würde Ilsenburg vom sogenannten "Schlaglochprogramm" des Landes profitieren. Vorsorglich hatte die Verwaltung noch vor dem 31. März einen entsprechenden Antrag eingereicht. Im Kern geht es um 60 000 Euro, die jetzt bewilligt wurden und über die Harzkreisverwaltung ausgereicht werden. Der Eigenanteil der Stadt belaufe sich für dieses Projekt auf 21 300 Euro.

Wie Bürgermeister Denis Loeffke auf Nachfrage bestätigte, soll noch 2011 im nördlichen Bereich an der Bahnhofskreuzung/Karl-Marx-Straße mit dem Straßenbauprojekt abschnittsweise begonnen werden. In diesem Zuge dürfte auch der Abwasserverband mit dem Verlegen einer neuen Schmutzwasserleitung in das Vorhaben involviert sein. Entsprechende Gespräche würden gerade geführt. Der Bürgermeister optimistisch: "Ich glaube, dass es mit der Hochofenstraße jetzt die längste Zeit gedauert hat."

"Hochofenstraße ? Da hat es die längste Zeit gedauert"

Es sei noch sehr vage, sich bereits zu diesem frühen Zeitpunkt auf einen Fertigstellungstermin festzulegen, "allerdings könnte das 2013 durchaus der Fall sein". Allein für die neue Schmutzwasserleitung entstehen Kosten von einer halben Million Euro.

Die gute Nachricht für die Hochofenstraße ist allerdings zugleich auch eine schlechte für die ebenfalls desolate Kastanienallee. In diesem Fall wird man sich wohl noch auf Jahre mit der dringenden Sanierung gedulden müssen.