Stapelburg (rar). Das seit Monaten geschlossene Grenzmuseum im Eckertal bleibt etwa bis April 2012 zu. Das bestätigte gestern die Geschäftsführerin des Wernigeröder Heureka Bildungswerkes, Ingrid Albrecht. Bis dahin steht dem Kleinod eine umfassende Sanierung bevor. "So wie der Zustand des Bungalows momentan ist, müssten wir aufpassen, dass uns nicht demnächst das Dach auf den Kopf fällt", sagte Albrecht unter Hinweis auf die deutlich länger ausfallende Schließzeit.

Theoretisch sei es kein Problem, in der nächsten Woche den notwendigen Pachtvertrag abzuschließen. Äußerlich wolle sich Heureka mit der Sanierung sowie dem einhergehenden Umbau des Grenzmuseums dem gegenüberliegenden Info-Punkt für den Jungborn anpassen. Mit der Uni Braunschweig gebe es nach Aussage Albrechts bisher "nur lose Kontakte", ebenso zu mehreren Schulen. Dazu zählt auch das Osterwiecker Gymnasium. Demnach soll das Projekt durch Befragungen von Zeitzeugen ergänzt und später per sogenannten Audio Guides in das Tourismusprojekt "Grünes Band" integriert werden. Inwieweit es dafür personelle Unterstützung gibt, "ist noch nicht entschieden". Entsprechende Anträge würden der Kommunalen Beschäftigungsagentur (KoBa) jedenfalls vorliegen.

Abgesehen von dem desolaten Bungalow müsse parallel auch der Bunker unter dem einstigen Wachturm trockengelegt werden: "Feuchtigkeitsbedingt gammelt da momentan alles etwas vor sich hin. Aber das soll keine Schuldzuweisung sein, sondern lediglich den Handlungsbedarf signalisieren." Albrechts Intention ist es, das künftige Museum thematisch nicht allein auf die Grenzsituation zu beschränken. Alltagsgegenstände aus der DDR sollen das zu vermittelnde Bild abrunden.