Wernigerode (im). "Sollen die Pferde etwa Hochsprung lernen?"

Mit Unverständnis reagierte Volker Werner auf die Ankündigung des städtischen Ordnungsamtes (Volksstimme, 26. Mai), dem Mülltourismus auf der Charlottenlust mit einem Poller Einhalt zu gebieten. Der Wernigeröder: "Das ist Populismus, ein Schnellschuss und völlig daneben." Stattdessen empfiehlt er regelmäßige Kontrollen der Mitarbeiter, gemeinsam mit der Polizei. Werner: "Die Scheinwerfer sieht man nachts doch über die ganze Stadt." Die "Herrschaften" müssten deshalb seiner Meinung nach festzustellen sein und sollten eine saftige Rechnung kriegen. Als Alternative böten sich einige Stunden gemeinnütziger Arbeit an.

Als Mitglied einer Gruppe von Pächtern am Reddeberteich wisse er allerdings auch, "wenn wir mit den Jugendlichen sprechen, reagieren die meisten vernünftig". Die Installation eines Pollers auf der "Lust" wäre im Übrigen aus seiner Sicht eine Verschwendung von Steuergeld und völlig unnütz. Die Betreffenden würden einfach daran vorbeifahren. Volker Werner: "Man verschließt hier nur die Augen und packt das Problem nicht bei der Wurzel."