Stadt Oberharz. Die Internet-Versorgung aller zehn Ortsteile von Stiege bis Elend mit kabelgebundenen Anschlüssen wird neu geprüft.

Darüber informierte Stadtchef Frank Damsch jüngst im Hauptausschuss und am Montagabend in Tanne. Es sei ein neuer Anlauf, ergebnisoffen und ohne, dass er den Bürgern etwas versprechen könne.

Schon einmal waren die Fakten für einen schnellen Internetanschluss der zergliederten Stadt Oberharz am Brocken geprüft worden. Rund 700 000 Euro sollte das damals kosten, 70 000 Euro hätte die Stadt als Eigenanteil dazulegen müssen. Das Geld hatte sie aber nicht. Aus Geldmangel, so der damalige Stadtchef Andreas Flügel, wurde diese Variante dann verworfen und auf den Anschluss über Funk- oder LTE-Technik ohne Fördergeld gesetzt.

Das stieß auf harsche Kritik bei den Bürgern (siehe Ausgabe 11. Juni und vorher). Vor allem die Kosten auch für die Bürger, die vermeintlich geringere Kapazität und viele weiße Flecken bei der Versorgung wurden moniert. Die Stadt - Bürger und Gewerbe - würden praktisch von der modernen Kommunikation abgehängt, hieß es.

Die Stadt lässt deshalb nun die aktuellen Möglichkeiten noch einmal sondieren. "Die alten Daten sind dafür nicht mehr zu verwenden, auch ist Allrode herauszunehmen, das damals noch hinzugezählt wurde", sagte Hans-Martin Schulze von einer Wernige- röder Fachfirma, die laut Frank Damsch neben anderen Fachfirmen hinzugezogen wird.

Kabelgebundene Anschlüsse wurden von den Bürgern mehrfach gefordert. Sie würden gegenüber der LTE-Technik eine flächendeckendere und günstigere Versorgung ermöglichen, bestätigt Schulze. Die Frage sei aber letztlich, wieviel die Anschlüsse kosten und ob es für die Stadt überhaupt zu bezahlen ist. Wenn es feste Ergebnisse dazu gibt, so Damsch, würden sie Stadtrat und damit den Bürgern erneut vorgelegt.