Schmatzfeld. Das Jahr 2010 war für die Kameraden der Feuerwehr Schmatzfelds in doppelter Hinsicht ein besonderes. Mit dem Brand des Strohlagers der Agrargenossenschaft war der Ort nach vielen Jahren wieder von einem Großfeuer betroffen. Es gab aber auch positive Überraschungen. Dazu zählt die Tatsache, dass mit umfangreichen Um- und Ausbauten des Gerätehauses begonnen wurde. Wehrleiter Ingo Gericke dankte dafür den einstigen Schmatzfelder Gemeinderäten, die das Vorhaben kurz vor dem Zusammenschluss zur Gemeinde Nordharz auf den Weg gebracht hatten. Zwar mussten die Arbeiten witterungsbedingt unterbrochen werden, werden aber im Frühjahr fortgesetzt. Dann hat das Gerätehaus auch eine Heizung. " Neben dem Schützenverein ist die Feuerwehr das Ausgängeschild unseres Ortes. Da mussten wir einfach etwas tun ", erklärte Wolfgang Zeleny, Schmatzfelds Ratsherr und Vize-Ortsbürgermeister.

Auch die Anwesenheit von Nordharz-Bürgermeisterin

Hannelore Striewski hatte etwas Symbolhaftes. Sie war Gast der Schmatzfelder und ließ sich bei der zeitgleichen Hauptversammlung der wesentlich größeren Wasserlebener Feuerwehr entschuldigen und vertreten.

Nachwuchssorgen

Obwohl die Feuerwehr des Nordharz-Ortsteils eine der kleinsten ist, so täuscht diese Zahl über einiges hinweg. Gemeindewehrleiter Andreas Lumme überraschte mit Zahlen : " Sechs Prozent aller volljährigen Schmatzfelder sind im aktiven Dienst der Feuerwehr ", erklärte er. Noch interessanter ist diese Zahl im Vergleich zu Wernigerode. Sollte in der ehemaligen Kreisstadt in etwa die gleiche Prozentzahl erreicht werden, würde deren Wehr etwa 2000 Aktive zählen.

Seit der Jahreshauptversammlung haben Schmatzfelds Brandschützer 21 Männer und eine Frau im aktiven Dienst. Hinzu kommen 13 Kameraden der Altersabteilung. Sorgen bereitet nur die Jugend. Es gebe einfach keine Jugendlichen im feuerwehrtauglichen Alter im Ort. " Die Kinder, die jetzt im Ort wohnen, sind noch zu jung, aber wir bleiben dran ", versprach Jugendwart Christoph Hübner, der fast seine ganze Jugendtruppe in die aktive Wehr abgab. Feuerwehranwärter wurden Marko Schreyer, Sebastian Gransee, Karsten Barner und Felix Becker. Stefan Niemand wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert, Martin Bleicher für 10-jährige aktive Mitarbeit in der Wehr gewürdigt.