Verteilung von Chroniken für die Benneckensteiner Hotels sowie Kritik und Unverständnis über die Bildauswahl ihres Ortes in der neuen Image-Broschüre der Stadt Oberharz, das kennzeichnet die jüngste Zusammenkunft im Heimatverein. Der Tourismusbetrieb weist die Kritiken als haltlos zurück. Es sei gerade um einen kompetenten Blick "von außen oder Fremden" gegangen.

Benneckenstein (jko/bfa). Die Heimatstube ist aufgeräumt, und die Hotels von Benneckenstein sollen kostenlos einige Chroniken erhalten.

Darauf einigte sich das Heimatstubenteam des Kultur- und Heimatvereins Benneckenstein jetzt bei einem Treffen jüngst im Haus des Gastes. Dabei gab es auch eine Bestandsaufnahme – immerhin 23 Bücher, DVDs und CDs wurden bisher schon veröffentlicht. Ein gute Bilanz, wie die Mitglieder um Vereinschefin Annetraut Müller hervorheben konnten.

Interesse meldet der Heimatverein nun am Einsatz von Helfern über die sogenannte Bürgerarbeit an, wie betont wurde. Allerdings sei das Antragsprozedere noch unklar, so dass eine tatsächliche Nutzung dieser Möglichkeit geförderter Arbeit noch nicht möglich ist.

Klar dagegen wurde, dass die Heimatfreunde mit Anerkennung, aber auch heftiger Kritik auf die neue Image-Broschüre der Stadt Oberharz (Sonnabend-Ausgabe) reagieren. Wenn auch der Platz für eine umfassende Darstellung jedes Ortes fehle, vermögen die recht gut komprimierten Texte dem potenziellen Gast wohl das Wesentliche zu vermitteln, hieß es. Die Auswahl der Bildmotive für Benneckenstein wurde jedoch als inkompetent, nicht werbewirksam und "oberflächliche Betrachtung durch einen Ortsfremden" bemängelt. Das Hauptbild im Prospekt und auch das Titelbild vom Gastgeberverzeichnis seien unschön, Benneckenstein habe wesentlich bessere Perspektiven zu bieten. Einzig die Fontäne gewähre Rückschlüsse auf einen "ansonsten anonym wirkenden Standort". Eine Abstimmung vor Ort wäre vonnöten gewesen.

Das weisen Tourismusbetriebschefin Cathleen Hensel und Bürgermeister Andreas Flügel zurück. Die neue Broschüre solle nicht das zeigen, was die Einwohner selbst gut finden, sondern das, was in der Werbung und damit beim Gast ankomme. Erste Erfolge auf Messen gäben den sehr wohl kompetenten Machern des Heftes Recht, so Cathleen Hensel. Es sei ein gerade eben nicht alltäglicher Blick "von außen, von Fremden", wie es ein Gast ja auch sei. Und darum hätten sich die Fachleute bemüht. Abstimmungen über Fotomotive habe es vor Ort gegeben, sie seien, so wurde eingeräumt, für die weitere Arbeit ausbaubar.