Mit Büffeln, Longhorns, Shows und Countrymusic startet die Westernstadt Pullman City Harz am Wochenende in die 12. Saison und will wieder die weitaus meisten Besucher der Stadt Oberharz am Brocken anlocken. Zum Auftakt gibts ein Schlittenhunderennen.

Hasselfelde. "Wir rechnen mit durchwachsen-schönem Wetter, nur wenn die Temperaturen über 15 Grad steigen, wäre es kritisch, weil sich die Hunde zu stark erhitzen", informiert Wolf-Dieter Polz.

Der Vorsitzende des Vereins "Reinrassige Schlittenhunde Deutschland" ist heute auf dem Weg von Brandenburg in den Harz, um die letzten Vorbereitungen für ein Extrarennen am Wochenende zu treffen. "Wir haben uns gemeinsam mit der Führung der Westernstadt dazu entschlossen, weil ja alle Schlittenhunderennen in der Saison 2010/11 wegen der Witterung ausgefallen sind", so Polz. Nun könnten alle Schlittenhundefreunde doch noch ein Wagenrennen erleben - und die Sportler Qualifikationspunkte sammeln. Das Rennen zählt als letzter Lauf für die Norddeutsche Meisterschaft.

"Damit haben wir auch gleich ein zusätzliches Highlight", sagt Westernstadt-Boss Wolfgang Hagenberger. Die rund hundert Beschäftigten der Erholungs- und Unterhaltungscity stecken derzeit mitten in der Vorbereitung des Saisonstartes, ebenfalls an diesem Wochenende. Viele Holzbauten bedürfen der Reparatur, die Shows werden überarbeitet, um eine Mischung aus Bewährtem und neuen Nuancen zu bieten. Start für Westernbetrieb und Schlittenhunderennen ist Sonnabend und Sonntag je ab zehn Uhr.

Dabei werden verschiedene Shows mit dem Rennen der Wagen mit ein bis acht Schlittenhunden davor koordiniert. Huskies und Samojeden dürfen Pferden und Büffeln nicht in die Quere kommen – und umgekehrt.

"Tiere sind natürlich weiter in unseren Shows zu sehen", so Hagenberger. Etwa die beeindruckend-beliebten, von "Büffelmann" Franky präsentierte Bisonherde. Sie bekomme ebenso Zuwachs wie die Texas-Longhorn-Rinder. "Die Herde haben wir ebenfalls vergrößert, es ist meines Wissens die einzige Texas-Longhorn-Zucht in Deutschland, wir erwarten da in den nächsten Jahren noch mehr Tiere", so Hagenberger.

Der Wahlharzer will den Touristenmagneten und sein Knowhow in die touristische Arbeit der Stadt Oberharz am Brocken insgesamt einbringen.

Fürs Zusammenwirken in Stadt Oberharz

"Wir wünschen uns eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Bürgermeister, Frank Damsch, der Stadtverwaltung und dem Tourismusausschuss", sagt Hagenberger, warnt aber auch: "Der Tourismusbeirat oder wie sonst das Gremium heißen mag, sollte nur Leute vom Fach umfassen, die auch was entscheiden können, sonst wird es eh nur ein Gerede." Das Gremium sollte ähnlich aufgebaut werden, wie der Verbund großer Anbieter unter dem Namen "Harzer Highlights". Er, so Hagenberger, stehe für eine nutzbringende Zusammenarbeit zur Verfügung.

Die Stadt sei mit ihren 300 Betten, zusammen mit dem benachbarten Ferienpark "Hochharz" etwa 700 Betten, und rund 200 000 Besuchern im Jahr der größte Magnet der Stadt Oberharz, so Hagenberger, und diese Position solle gehalten, hier und da ausgebaut werden. Im Mai/Juni stehe die Inbetriebnahme des Sonderlandeplatzes für Ultraleichtflugzeuge an. Das erschließe eine neue Besucherklientel.

Derzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, um ab dem Wochenende bis zum Herbst wieder täglich Westernflair in vielen Facetten und jetzt dazu das Schlittenhunde-Wagenrennen zu bieten.

 

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