Mit einem Festgottesdienst hat die evangelische Kirche in Blankenburg an die Eröffnung des Georgenhofs vor zehn Jahren erinnert. Anschließend wurde ein Fest wird mit vielen Gesprächen, Quiz und Gesang gefeiert.

Blankenburg. "Kurz vor dem Baubeginn klaffte plötzlich ein großes Loch in den Finanzen", erinnert sich der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Siebert von der Stiftung St. Georgenhof Blankenburg an den Wiederaufbau vor gut zehn Jahren. Erst Verhandlungen mit den Firmen über Preisnachlässe und eine größere Summe von der Stadt ermöglichten die Einweihung – genau am 8. Mai 2001. "Wir mussten einen großen Saal errichten", sagte er. Erst danach konnte der geplante Betrag für einen solchen Saal in der Lühnergasse umgelegt werden.

Den Start vor zehn Jahren würdigte die evangelisch-lutherische Gemeinde auf dem Georgenhof mit einem Gottesdienst sowie einem Fest mit Quiz, Gesang und vielen Gesprächen. Zugleich wurde auch die Zusammenführung der bis dahin vier eigenständigen Kirchgemeinden begangen."Ohne die Fusion wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen", erinnerte sich Ulrich Kurzbach an die spannende Zeit. Er war von 1996 bis 2002 Pfarrer der Luthergemeinde und maßgeblich daran beteiligt. "Bis heute hat sich das gut entwickelt und ist zusammengewachsen", sagte der Pastor im Unruhestand.

Barockes Baudenkmal

Doch bis es zum heutigen Kirchenzentrum kam, waren nicht nur Finanzfragen zu klären. "Zur Rückgabe an die Stiftung 1993 erhielten wir eigentlich abrissreife Gebäude", erklärte Siebert. Der bauliche Verfall sei nach 1945 unter dem Motto "Ruinen schaffen ohne Waffen" eingetreten.

Im barocken Baudenkmal, zwischen 1700 und 1750 entstanden, sind 2002 der Nordflügel rekonstruiert und ein Jahr später der Südostflügel gerettet worden. Aus dem "Pförtnerhaus" wurde ein Jugendzentrum, in den Südflügel zogen Diakonisches Werk, Schuldnerberatung und Dritte-Welt-Laden ein.

In vier Jahren gibt es eine noch viel größere Feier, wenn die 1215 gegründete Stiftung Sankt Georgenhof auf eine 800-jährige Geschichte zurückblicken kann. Seitdem diente sie ununterbrochen bis heute sozialen Zwecken.

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