Ilsenburg (rar). "Da hat nicht viel gefehlt, dann wäre unter Umständen ein ganzes Haus zu löschen gewesen." Mit diesen Worten umschreibt der Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr, Wolfgang Pätz, die ganze Dramatik der Situation von Freitagnacht im Pulvergarten kurz nach Mitternacht.

Knapp zwei Stunden war der neue Tag gestern erst alt, als in Ilsenburg die Sirenen schrillten.

Brandopfer reagierte geistesgegenwärtig

Was die gleich mit der "neuen" Drehleiter anrückenden Kameraden der Ilsenburger Wehr vor Ort antrafen, konnte jedoch schnell gelöscht werden. Inwieweit das bei etwas späterer Alarmierung auch noch der Fall gewesen wäre, sei mal dahin gestellt, so Wolfgang Pätz. Erfreulich, dass es keine Verletzten gab. Selbst der Hund der betroffenen Familie kam mit einem gehörigen Schrecken davon. Allerdings sei der angerichtete Brandschaden erheblich. Teile der Wohnung seien bis auf Weiteres nicht mehr nutzbar. Die neuerdings "dazugehörenden" Kameraden der Feuerwehren in Darlingerode und Drübeck waren vorsorglich mit alarmiert worden.

23 Kameraden mit vier Fahrzeugen im Einsatz

Der Wohnungsinhaber hatte geistesgegenwärtig reagiert und mit einer Decke versucht, das Feuer zu ersticken. Letztlich dürfte er damit maßgeblich dazu beigetragen haben, dass aus dem lokal sehr begrenzten nicht ein Feuer wurde, was leicht das ganze Haus hätte erfassen können. Der Sachschaden wäre so ungleich größer geworden, meinte Pätz. Rettungsdienst und Polizei waren mit involviert. Gegen 3 Uhr konnte dieser Einsatz beendet werden.

Wie die Polizei meldete, waren insgesamt 23 Kameraden mit vier Einsatzfahrzeugen beteiligt.

Ermittlungen zur Ursache dauern an

Unterdessen wird zur Brandursache noch intensiv ermittelt. Inwieweit ein technischer Defekt an der Dunstabzugshaube dabei eine Rolle spielte, stehe noch nicht fest, so die Ermittler.

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