2644 Geschwindigkeitsüberschreitungen, 38 609 Knöllchen und 213 Autos, die vom Abschleppdienst umgeparkt werden mussten. Das Bußgeldjahr 2010 übertraf die Zahlen aus 2009 in fast allen Bereichen.

Wernigerode. Am kräftigsten in die Stadtkasse hat ein notorischer Falschparker aus Wernigerode im vergangenen Jahr eingezahlt: Allein 20 Verwarnungen sammelte der "Knöllchenkönig" von Januar bis Dezember 2010. Dass er oder sie nicht der einzige Falschparker war, zeigt die Statistik. 38 609 Mal mussten die Politessen des Wernigeröder Ordnungsamtes Parksünder verwarnen.

"Die Zahlen sind in nahezu allen Bereichen gestiegen", fasst Ordnungsamtsleiter Ge-rald Fröhlich zusammen. Sei es das Parken im absoluten Halteverbot, die vergessene Parkscheibe oder der abgelaufene Parkschein – in Wernigerode scheinen es die Pkw-Fahrer mit den Verkehrsregeln allzu oft nicht so genau zu nehmen.

2644 Mal hat es in Wernigerode "geblitzt"

In 213 Fällen standen die Autos so ungünstig, dass ein Abschleppdienst den Pkw umparken musste. "Rekordverdächtig war der 1. Mai mit 80 Knöllchen. Allein in Schierke mussten wir 45 Falschparker verwarnen", so Fröhlich.

Und auch beim Fahren konnte es manch einem nicht schnell genug gehen. Das beweisen die 2644 "Blitzerfotos". "Wir haben nicht mehr kontrolliert als 2009", sagt Gerald Fröhlich. Dennoch tappten den Beamten 767 Fahrer mehr in die Falle. "Alarmierend sind die krassen Verstöße", ergänzt der Amtsleiter. Bei 144 Rasern reichte eine Verwarnung des Ordnungsamts nicht aus. Darunter zwei Fahrer, die mit mehr als 40 Stundenkilometern über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit am Blitzerauto vorbeirasten. In beiden Fällen waren 200 Euro Bußgeld fällig. Zusätzlich erhielten die Raser vier Punkte in der Verkehrssünderdatei Flensburg und waren ihren Führerschein für einen Monat los. "Diese Fälle bearbeiten wir aber nicht mehr selbst, sondern leiten alle Daten an die Zentrale Bußgeldstelle weiter", sagt Gerald Fröhlich,

55 500 Euro zahlten die 2644 allzu Eiligen in die Stadtkasse ein. 2009 waren es 1877 Temposünder, die zusammen 41 120 Euro an Bußgeldern zu zahlen hatten.Übrigens