Schierke. Der Eishockeysport lebt unterhalb des Brockens. Eine tolle Werbung dafür erlebten am Sonnabend rund 200 Zuschauer im Schierker Natureisstadion. Mit dem Freundschaftsspiel der einstigen Oberharzer Kufencracks des ESV gegen die "Old Saale Boys" aus Halle krönten die Schierker ihren 100. Vereinsgeburtstag und sorgten gleichzeitig für einen gelungenen Abschluss der dreiwöchigen Winterspiele im Brockenort.

Auf der Jubiläumsfeier im November 2010 hatte Andreas Werkling als Präsident des Landes-Eissportverbandes und Vorsitzender des ESV Halle Schierkes Vereinschef Bernd Riemenschneider versprochen, ihn bei der Wiederbelebung der Sportart im schönen Natureisstadion zu unterstützen. 2002 hatte sich das ESV-Männerteam vom aktiven Spielgeschehen zurückgezogen.

Schon die Eisrevue mit den Kindern und Jugendlichen aus Halle war ein voller Erfolg (wir berichteten). Dem schloss sich nun der Vergleich der Eishockeyspieler über dreimal 20 Minuten an. Wie in alten Zeiten jagten die Mannen um Kapitän Stefan Deppe dem Puck hinterher. Sehenswerte Torraumszenen, gekonnte Distanzschüsse, brillante Torhüterabwehr und so manch‘ Ausrutscher auf dem doch etwas buckligen Eis.

Das Herz vieler Zuschauer schlug vor Begeisterung höher, vor allem jener, die im Traum nicht geglaubt hatten, je noch einmal ein Spiel in ihrer altehrwürdigen Eisarena zu erleben. Deshalb freuten sie sich sehr, als nach dem Freundschaftsvergleich die Spieler wie Betreuer versicherten: "Das war Lust auf mehr." Zumal der sehr faire Gegner aus Halle die Schierker prompt für Ende März zu seinem Traditionsturnier an die Saale einlud und auf eine Wiederholung zu den Winterspielen 2012 hofft.

So hatten am Ende alle gewonnen; das sportliche Ergebnis soll dennoch erwähnt werden: Das 0:1 im ersten und 1:2 im zweiten Drittel glich jeweils Stefan Deppe aus. Anschließend zogen die Hallenser auf 4:2 davon. Die Treffer erzielten bis dahin Achim Berthmann und Georgi Kimstatsch (2). Als zu Beginn des Abschlussdrittels Michael Gebhardt und Jörg Horlacher zum 4:4 ausglichen, war die Spannung auf dem Siedepunkt. Am Ende spielten die Saalestädter ihre konditionellen Vorteile aus und siegten mit Toren von Kimstatsch und Erhard Petersen 6:4.<6><7>

   

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